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Die Gelsenkirchener Polizei notiert 18 Strafanzeigen
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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Innenministerkonferenz (IMK) zu einem konsequenteren Vorgehen gegen Gewalt im Fußball aufgefordert.

"Konkrete Maßnahmen müssen bis zum Start der kommenden Profifußballsaison im August greifen", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow. Dabei kritisierte er, dass die nächste Innenministerkonferenz erst für den Spätherbst angesetzt sei, wenn die Bundesliga bereits in vollem Gange sei.

Aus Gründen der Rechtssicherheit forderte Malchow, die Standardmaßnahme der "Meldeauflage" in alle Polizeigesetze der Länder aufzunehmen. Zudem solle es künftig "neben der Deutschen Bahn auch der Bundespolizei erlaubt sein, Personen das Betreten von Bahnhöfen oder das Benutzen von Zügen zu untersagen".

Damit solle erreicht werden, dass "polizeilich bekannte Fußballchaoten an den Spieltagen erst gar nicht ihren Heimatort verlassen können." Malchow geht von etwa 4000 Menschen aus, die derzeit von den Vereinen, Sozialarbeitern oder der Polizei nicht erreicht würden.

Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) vereinbarten Maßnahmen, wie ein Ticketentzug für Auswärtsspiele oder die Umlage von Geldstrafen auf Täter, bewertete Malchow als Schritt in die richtige Richtung.

Nachholbedarf sehe die GdP jedoch "bei der Qualifizierung der Sicherheitskräfte in den Stadien." Es könne nicht sein, dass eine Schnelleinweisung jemanden bereits zum Ordner qualifiziere.

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