Die Offenbacher Kickers haben sich deutlich von antisemitischen Parolen ihrer Fans während des Regionalliga-Derbys gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt distanziert.

Der Traditionsverein will nun mit Stadionverboten gegen überführte Täter vorgehen. "Wir entschuldigen uns bei jenen, die davon in Mitleidenschaft gezogen wurden oder sich durch Äußerungen angegriffen und verletzt fühlen", hieß es am Dienstag in einer Erklärung des OFC.

"Es gibt keinerlei Toleranz solcher Vorkommnisse, ausgelöst durch einzelne Personen. Das werden wir keineswegs dulden oder ignorieren, sondern mit aller Konsequenz dagegen vorgehen."

Durch ein Internet-Video war zuvor bekanntgeworden, dass es während und nach der Partie nicht nur zu leichten Ausschreitungen und einem Platzsturm durch rund 30 Offenbacher Anhänger gekommen war.

Einige OFC-Fans hatten die Eintracht und auch einige Frankfurter Spieler immer wieder antisemitisch beleidigt.

"In Zusammenarbeit mit Polizei, Ordnungsdienst und den beteiligten Vereinen wird es eine lückenlose Aufarbeitung der Vorkommnisse geben. Hierzu werden alle rechtlichen Möglichkeiten unsererseits ausgeschöpft", teilten die Kickers mit.

"Es konnten bisher fünf Personen identifiziert werden, die am Platzsturm beteiligt waren. Diesen Tätern wird umgehend ein Stadionverbot erteilt."

Die Eintracht und den OFC verbindet seit Jahrzehnten eine große Rivalität. Nach dem Zwangsabstieg in die vierte Liga spielen die Offenbacher nur noch gegen die U-23-Mannschaft der Frankfurter.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel