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Manuel Neuer war als Gast im SPORT1-Doppelpass zugeschaltet © getty

Manuel Neuer spricht im SPORT1-Doppelpass u.a. über den verpatzten Saisonstart. Holger Stanislawski erklärt St. Paulis Philosophie.

Einen Tag nach der 1:2-Niederlage war Schalkes Manuel Neuer im SPORT1-Doppelpass zugeschaltet. "Das durfte einfach nicht passieren", sagte der Kapitän der Königsblauen. "Wir haben das Spiel die ersten dreißig Minuten kontrolliert, ähnlich wie gegen den HSV, haben auch gut gestanden. Aber da fehlt uns einfach noch die Cleverness. Die Automatismen haben noch nicht gegriffen."

Auch der FC St. Pauli musste am Samstag eine Heimniederlage einstecken. "Wir hatten nicht die Konsequenz, die wir gegen Freiburg schon gezeigt haben", erklärte Trainer Holger Stanislawski als Gast im Doppelpass: "Dafür wurden wir bitterböse abgestraft. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen." SPORT1 fasst die Aussagen von Neuer und Stanislawski zusammen:

Manuel Neuer über:

Schalkes schlechten Saisonstart

"Wir haben uns das bis jetzt natürlich ganz anders vorgestellt. Wir wollten mehr Punkte aus den ersten beiden Spielen mitnehmen. Das ist uns leider nicht geglückt, aber wir geben uns nicht auf. Das 1:2 gegen Hannover durfte einfach nicht passieren. Wir haben das Spiel die ersten dreißig Minuten kontrolliert, ähnlich wie gegen den HSV, haben auch gut gestanden. Aber da fehlt uns einfach noch die Cleverness. Die Automatismen haben noch nicht gegriffen. Wir hoffen, dass wir das in den nächsten Spielen ändern werden."

Die vielen Zu- und Abgänge bei Königsblau

Wir Spieler sind nicht dafür da, um über Gerüchte zu reden oder nach Neueinkäufen zu fragen. Es ist jede Saison so, dass über neue Spieler nachgedacht wird und andere abgegeben werden. Wir wollen uns natürlich auch für die Champions League rüsten. Wir sind alle Profis und wissen, was für einen Job wir zu erledigen haben. Deshalb weiß auch jeder, wie er auf seiner Position zu spielen hat. Natürlich muss man sich erst einmal an die Bundesliga und seine Mitspieler gewöhnen, das braucht seine Zeit."

Die "T-Frage" in der Nationalmannschaft

"Ich gehe immer davon aus, dass ich spiele. Ich bereite mich vor, aber letztendlich trifft der Trainer dann die Entscheidung."

Holger Stanislawski über:

Das 0:1 gegen Hoffenheim

"Wenn man drei oder vier richtig gute Möglichkeiten im Heimspiel gegen eine gute Hoffenheimer Mannschaft rausspielt, dann muss man irgendwann auch ein Tor machen. Dann spielt das einem gerade auch als Aufsteiger und Heimmannschaft in die Karten. Letztendlich hatten wir nicht die Konsequenz, die wir gegen Freiburg schon gezeigt haben. Dafür wurden wir bitterböse abgestraft. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen. Aber ich denke, dass wir uns in Köln schon wieder konsequenter präsentieren."

St. Paulis Stärken

"Wir sind ein gewachsener Haufen - wir haben noch zehn Spieler dabei, die mit mir den Regionalliga-Aufstieg in die zweite Liga geschafft haben. Wir leben sehr vom Kollektiv, aber wir haben auch auf einzelnen Positionen sehr gute Fußballer."

Stanislawskis Spielphilosophie

"Wir wollen offensiv spielen. Wir können nicht drei Jahre lang in der Regionalliga und der Zweiten Liga predigen, dass wir offensiv spielen, und in der Bundesliga machen wir alles anders. Wir müssen diesen schmalen Weg finden und sehr gut gegen den Ball arbeiten, weil wir gegen eine viel höhere Qualität spielen, aber wir wollen natürlich weiterhin offensiv Fußball spielen. Das hat uns stark gemacht hat und das wollen wir auch in der Bundesliga einbringen. Ich glaube, der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist der richtige - jetzt müssen wir an vielen kleinen Baustellen arbeiten.

St. Paulis nötigen Lernprozess in der Bundesliga

"Wir wollen nicht sagen, wir haben den Fußball erfunden, so spielen wir und irgendwann werden wir Deutscher Meister. Wir müssen versuchen, von den Mannschaften, die uns das schon jahrelang gezeigt haben, Kleinigkeiten abzuschauen und dann auf unsere Philosophie übertragen.Das geht nicht eins zu eins, aber es geht immer ein kleines Stück. Wenn wir das machen, dann entwickeln wir uns auch weiter."

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