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Ralf Rangnick ist seit 2006 Trainer der TSG 1899 Hoffenheim © getty

Ralf Rangnick, Trainer von 1899 Hoffenheim, äußerte sich im SPORT1-Doppelpass unter anderem zu den Saisonziele von 1899 Hoffenheim, der Kritik von Dietmar Hopp und seinen Gedankenspiele vor der Saison.

Ralf Rangnick auf SPORT1...

?über seine Gedankenspiele über seine Zukunft vor der Saison:

?Nach den vier Jahren bei Hoffenheim und der letzten Saison, die in allen Bereichen turbulent genug war, war es für mich wichtig, in Ruhe drei, vier Tage darüber nachzudenken, was warum passiert ist, wie es weitergehen soll und unter welchen Umständen es Sinn macht, dass ich weitermache.

Es war klar, dass es keinen Sinn macht, einfach zu sagen, man beendet dieses eine Vertragsjahr. Man muss sich auch über dieses Jahr hinaus zum Verein bekennen. Und dazu war es eben notwendig, ein paar Tage Abstand zu haben und dann mit Dietmar Hopp in einem entscheidenden Gespräch darüber zu reden, wie es weitergehen soll. Als klar war, dass wir in fast allen Punkten einen Konsens hatten, ging es darum, sich an die Arbeit zu machen und diese Dinge umzusetzen. Ich denke, dass haben wir gut gemacht.?

?über die notwenigen Änderungen nach der letzten Saison:

?Es war notwendig, sich nach dieser Saison Gedanken zu machen und wieder zu sich selbst zu finden. Da gab es verschiedene Punkte. Zum einen die Mannschaft selbst, der Umgang miteinander und natürlich auch die Fitness und Physis, den das war in den ersten Jahren immer eine Stärke von uns. [?]

Damit geht auch das Thema ?Verletzte? einher. Wir hatte in der Rückrunde teilweise sechs, sieben Stammspieler nicht zu Verfügung, das kann eine Mannschaft wie unsere nicht verkraften. Bis jetzt haben wir nur die beiden Langzeitverletzten Matthias Jaissle und Chinedu Obasi zu beklagen. Deswegen lagen diese Stellschrauben, an denen wir drehen mussten, auf der Hand und das haben wir versucht, konsequent zu machen.?

?über die Saisonziele und Fehler in der Vergangenheit:

?Letzte Saison haben wir alle gesagt, wir wollen unter die ersten Fünf kommen. Das hat uns nicht besonders geholfen und nicht gut getan. Die Mannschaft hat sich von Anfang an schwer getan, diesem selbstgeäußerten Anspruch gerecht zu werden. In der Rückrunde [?] hat uns das eher gelähmt und zu einer Perspektivlosigkeit geführt, als dann klar war, wir können nicht mehr absteigen, aber in Richtung Europa-Pokal geht auch nichts mehr. Daraus haben wir sicher unsere Schlüsse gezogen, dass es keinen Sinn macht, jetzt über die Ziele zu reden. [?]

Wir haben aber trotzdem Ziele, wir wollen das nächste Spiel in Kaiserslautern gewinnen und haben auch vor dem Spiel gegen Schalke ganz klar gesagt, wir wollen dieses Spiel gewinnen. Offensiver können wir damit nicht umgehen. Wohin das dann am Ende führen wird, werden wir sehen.?

?über die Kritik von Dietmar Hopp, in der Bundesliga nur mitspielen zu können:

?Ich glaube, dass Dietmar Hopp die nächsten Jahre gemeint hat, dass wir schon froh sein müssen, wenn wir uns in der Bundesliga etablieren. Wenn wir in fünf Jahren immer noch da sind, wäre das schon außergewöhnlich für einen Verein, der bis vor drei Jahren noch gar nicht im Profifußball war. In Berlin hätte einem vor zwei Jahren auch keiner geglaubt, wenn man prophezeit hätte, dass man jetzt 2. Bundesliga spielt. [?]?

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