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Trainer Horst Hrubesch sieht bei seinem Team noch Luft nach oben © getty

Nach dem Unentschieden gegen Südkorea fordert Hrubesch noch mehr Einsatz von seinem Team. Gegen Kamerun muss gewonnen werden.

Suez - Als im DFB-Quartier in El Skokhna die Nachricht über den Achtelfinaleinzug die Runde machte, lagen die Spieler schon im Bett.

Das magere 1:1 (1:0) der deutschen Junioren bei der U20-WM in Ägypten gegen Südkorea hatte dank der Schützenhilfe gleich mehrerer Teams in den Spielen am Dienstagabend doch noch zum vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 16 gereicht.

Im abschließenden Vorrundenspiel gegen Kamerun am Freitag in Ismailia geht es "nur" noch um den Gruppensieg.

Überschwängliche Freude wollte deshalb nach einer schwachen Leistung aber nicht aufkommen. (Alle Infos zur U-20-WM im E-Paper von Sport1.de)

"Wir können zufrieden sein"

"Wir können mit dem bisher Erreichten zufrieden sein, denn mit einem vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale konnte man vor dem Turnier nicht rechnen", sagte Trainer Horst Hrubesch mit Blick auf sein Rumpfteam und den Ausfall von mehr als zwei Dutzend potenzieller WM-Fahrer:

"Dennoch wissen wir, dass wir einiges verbessern und bitte eine Schippe drauflegen müssen."

Seine Elf habe gegen Südkorea "zwei Punkte liegen lassen" und müsse gegen Kamerun "mehr tun, um unser nächstes Ziel zu erreichen und Gruppensieger zu werden".

Hrubesch muss auf die Tribüne

Der ehemalige Nationalstürmer wird im letzten Gruppenspiel nicht an der Seitenlinie stehen können, weil er gesperrt ist.

Hrubesch wurde gegen Südkorea vom Schiedsrichter wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen, was automatisch eine Sperre nach sich zieht.

Auch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der das Spiel auf der Tribüne verfolgt hatte, blieb zurückhaltend.

Sammer lobt Team

"Für ihre Einsatzbereitschaft und den vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale ist der Mannschaft ein Kompliment auszusprechen", sagte Sammer vorsichtig und sparte danach nicht mit Kritik.

Man habe gesehen, dass einige Akteure im Spielbetrieb seien und andere keinen richtigen Rhythmus in ihren Einsätzen hätten. (Den Weltmeister tippen und gewinnen!)

"Das machte sich beispielsweise zu Beginn der zweiten Halbzeit und signifikant beim Gegentor bemerkbar. Das war ärgerlich", sagte Sammer über den Ausgleichstreffer in der 71. Minute nach der Führung von Richard Sukuta-Pasu (33.).

Schiedsrichter verbannt Hrubesch

Für Trainer Hrubesch, den der Schiedsrichter wegen Reklamierens schon in der 23. Minute auf die Tribüne verbannt hatte, war es ebenfalls ein Spiel zum Vergessen:

"Im Verlauf der zweiten Halbzeit haben wir förmlich um das Gegentor gebettelt. Ich erwarte mehr von meiner Mannschaft."

Dass alle Spieler fit sind und bisher kaum mit muskulären Problemen zu kämpfen hatten, stimme Hrubesch "optimistisch".

Der nächste Gegner Kamerun hatte am Dienstag überraschend 1:4 gegen die USA verloren, die zum Turnierauftakt wiederum 0:3 der DFB-Auswahl unterlegen waren.

Bei Niederlage droht Gruppensieger

Nicht zuletzt dem Ergebnis im anderen Gruppenspiel am Dienstag hatte es das deutsche Team zu verdanken, dass es nicht mehr zu den schlechtesten Gruppendritten des Turniers und damit zu den Wackelkandidaten für das Achtelfinale gehören kann.

Bei einer Niederlage am Freitag droht aber dennoch der Sturz auf Platz drei und ein Achtelfinal-Duell mit einem Gruppensieger.

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