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Cristiano Ronaldo spielt seit 2003 für Portugal und schoss dabei 22 Tore in 63 Spielen © getty

Ronaldo spricht vor dem möglichen WM-Aus klare Worte. Österreichs Lazarett wird immer größer. "Oranje" ist so gut wie dabei.

Von Julian Ignatowitsch

München - Sieben Punkte Rückstand und noch fünf Spiele zu absolvieren: Die Situation in der Qualifikation zur WM 2010 ist für Portugal vor dem Spiel in Albanien äußerst prekär.

Für Cristiano Ronaldo und Co. zählt nur ein Sieg, um die Chance auf einen der beiden ersten Plätze zu wahren (alle Spiele ab 16.45 Uhr LIVE).

"Wenn wir in Albanien nicht gewinnen, dann haben wir es auch nicht verdient", erklärte Ronaldo vor dem Auswärtsspiel in Tirana.

Dass sein Team schon im Hinspiel vor heimischer Kulisse nicht über ein 0:0 gegen die Osteuropäer hinauskam, und das obwohl die Gäste seit Beginn der zweiten Halbzeit in Unterzahl spielten, ließ der Weltfußballer unerwähnt.

"Hochkassiger Fußball und großer Einsatz"

Überhaupt haben die Iberer in den vergangenen drei Qualifikations-Spielen kein einziges Tor erzielt und nur drei Punkte geholt.

"Diesmal werden wir 90 Minuten hochklassigen Fußball und großen Einsatz zeigen", versprach Trainer Carlos Queiroz.

Die Albaner, die den Kampf um ein WM-Ticket längst verloren haben, wollen zumindest dem neuen kroatischen Trainer Josif Kuze einen erfolgreichen Einstand bescheren.

Neben dem Spiel der Portugiesen kommt es in der Gruppe 1 zum skandinavischen Derby zwischen Schweden und Spitzenreiter Dänemark.

Dabei benötigen die Schweden einen Sieg, um im Rennen um ein WM-Ticket zu bleiben. Die Truppe von Coach Lars Lagerbäck liegt mit den drittplatzierten Portugiesen gleichauf auf Rang vier, hat jedoch ein Spiel weniger absolviert (DATENCENTER: Gruppe 1).

Die Hoffnungen der Schweden ruhen allen voran auf dem 37 Jahre alten Kapitän Henrik Larsson und Startorjäger Zlatan Ibrahimovic von Inter Mailand.

Nächster Gegner wird beobachtet

In der deutschen Gruppe 4 treffen Aserbaidschan und Wales aufeinander. DFB-Co-Trainer Hans-Dieter Flick und Urs Siegenthaler sind vor Ort, um mit Aserbaidschan den nächsten Gegner der Nationalelf zu beobachten (DATENCENTER: Gruppe 4).

Gegen die Vogts-Elf bestreitet die DFB-Auswahl am 12. August in Baku ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison.

Kroatiens Leistungsträger fehlt

In Gruppe 6 will England seine makellose Bilanz auf sieben Siege in sieben Spielen ausbauen. Gegen Gegner Kasachstan wäre alles andere eine Überraschung (DATENCENTER: Gruppe 6).

Im Fokus steht das Verfolgerduell zwischen Kroatien und der Ukraine. Im Hinspiel in Charkiv hatte Kroatien ein verdientes Remis (0:0) geholt, die 1:4-Heimpleite gegen England schmerzt jedoch immer noch.

Bei den Kroaten fehlt Leistungsträger Eduardo da Silva.

"Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben", stellt Bundesliga-Legionär Ivica Olic klar. Sein Team hat bei einem Spiel mehr drei Punkte Vorsprung auf die Ukraine.

Prödl fällt ebenfalls aus

In Gruppe 7 empfängt Serbien als souveräner Tabellenführer Österreich, das sich nur noch geringe Hoffnungen auf die WM-Teilnahme machen kann und mit Verletzungsprobleme zu kämpfen hat (DATENCENTER: Gruppe 7).

Neben Kapitän Emanuel Pogatetz, György Garics, Christian Fuchs, Marko Arnautovic, Christoph Leitgeb und Ekrem Dag fehlt Trainer Dietmar Constantini nun auch noch der Bremer Sebastian Prödl aufgrund eines Magen-Darm-Virus.

"Oranje" ohne Sneijder und Afellay

In Gruppe 9 können die Niederländer bereits ihre WM-Teilnahme perfekt machen (DATENCENTER: Gruppe 9).

Voraussetzung dafür ist ein Sieg in Island. Jedoch fallen Spielmacher Wesley Sneijder von Real Madrid und Ibrahim Afellay vom PSV Eindhoven aus.

Gegen die Nordeuropäer hat "Oranje" noch nie verloren und in neun Spielen acht Mal gewonnen.

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