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Makoto Hasebe (l.), der seit Januar 2008 für den VfL Wolfsburg spielt, sah Rot © getty

Japan, Südkorea und Australien sichern sich die WM-Tickets. Für ein Team hat sich ein Umzug gelohnt. Ein Bundesligaprofi fliegt.

Taschkent/Dubai - Zwei asiatische Dauerbrenner und der Fünfte Kontinent träumen von der "Großwildjagd" in Südafrika.

Als Japan, Südkorea und Australien die ersten Tickets zur WM 2010 in der Tasche hatten, war die Euphorie grenzenlos.

Die Erfolgstrainer wurden in die Luft geworfen, die Spieler verspritzten Champagner - und Japans "blaue Samurai" lehnten sich ganz weit aus dem Fenster.

"Mit dem Abpfiff hat für uns eine neue Herausforderung begonnen. Ich will, dass meine Spieler hart kämpfen und in das Halbfinale einziehen", sagte Trainer Takeshi Okada nach dem 1:0 in Usbekistan.

Japan will "die Welt überraschen"

Die Spieler tanzten in Taschkent über das Feld und sangen die neue Hymne der Fans: "Wir werden die Welt überraschen! Hip, Hip, Hurra!"

Torschütze Shinji Okazaki führte Japan zum vierten Mal nacheinander zur WM-Endrunde. "Wir streben nach den allerhöchsten Zielen", sagte der Stürmer.

Die Tageszeitung "Asahi Shimbun" schrieb: "Der Kampfgeist der Japaner ist in Asien unerreicht."

Die Rote Karte für Makoto Hasebe vom VfL Wolfsburg (89.) drückte nicht mehr auf die Partystimmung.

Südkorea zum siebten Mal in Serie dabei

Längst WM-Stammgast ist auch Südkorea. Der Halbfinalist von 2002 löste sein Ticket durch ein 2:0 in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und ist damit zum siebten Mal nacheinander dabei (Die Asien-WM-Quali: Ergebnisse und Tabellen).

"Das ist ein fantastischer Erfolg für uns. Jetzt können wir richtig entspannt und locker in die letzten Spiele gehen", sagte Trainer Huh Jung-moo.

In der politisch extrem angespannten Lage richtete Huh anschließend aufbauende Worte in Richtung Nordkorea.

"Ich hoffe, dass sie sich gemeinsam mit uns qualifizieren. Das wäre historisch", sagte Huh.

Der Norden Koreas (0:0 gegen den Iran) kämpft mit Saudi-Arabien und dem Iran um das vakante vierte direkte WM-Ticket.

Die Gruppendritten aus der Asien-Qualifikation müssen in Ausscheidungsspiele um einen Platz im Play-off-Duell mit Neuseeland.

Australien ohne Gegentor

Dieses Nervenspiel bleibt Australien diesmal erspart. Der "Umzug" nach Asien brachte die "Socceroos" auf direktem Wege in die Endrunde.

Dem Team des niederländischen Trainers Pim Verbeek genügte ein 0:0 in Katar.

"Das war nicht gerade schön, aber wen interessiert das? Verbeuge dich, Pim. Du hast die Aufgabe erledigt", schrieb der "Sunday Telegraph".

"Die WM ist eine riesengroße Veranstaltung. Ich freue mich darauf", sagte Verbeek, der für seine destruktive Taktik scharf kritisiert worden war.

Doch der "Mauerfußball" war letztendlich der Weg zum Erfolg: Das Team qualifizierten sich nach sechs Spielen ohne Gegentreffer.

Für Australien ist es die dritte WM-Endrundenteilnahme nach 1974 und 2006.

Vor drei Jahren kam das Aus im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Italien - durch einen umstrittenen Foulelfmeter in der fünften Minute der Nachspielzeit.

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