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Konstantin Zyrianov liegt mit Russland in der Gruppe 4 hinter Deutschland auf Platz zwei © imago

Russland will in Finnland Platz zwei festigen, die schon qualifizierten Niederländer laden zum Schaulaufen. Die Fakten.

Von Tobias Schneider

München - 33 Minuten lang rieb sich Russland-Coach Guus Hiddink die Hände:

Liechtenstein führte völlig überraschend in Finnland, Russlands größtem Konkurrenten um Platz zwei, mit 1:0.

Doch die Hausherren drehten das Spiel noch und behielten die drei Zähler.

Durch den wichtigen Erfolg im Kampf um das WM-Ticket ist Finnland auf zwei Punkte an die "Sbornaja" herangerückt - und Guus Hiddink verspürt vor dem Duell im ausverkauften Olympiastadion von Helsinki (ab 17.45 Uhr LIVE) plötzlich wieder Druck.

Löw redet Finnen stark

"Die Stärke der Finnen ist kein Geheimnis. Das sind alles Spieler, die im Ausland spielen, in der Premier League, in Holland und so weiter", sagte Bundestrainer Joachim Löw, der mit Co-Trainer Hansi Flick und Chefscout Urs Siegenthaler zwei Beobachter nach Helsinki entsandt hat.

Schließlich geht es auch darum, Informationen über die deutschen Gruppengegner zu sammeln.

Niederländisches Schaulaufen

Während Russland und Finnland sich noch in der heißen Phase der WM-Qualifikation befinden, steht für die Niederlande vor heimischer Kulisse gegen Norwegen Schaulaufen an.

Mit 18 Punkten aus sechs Spielen ist die "Elftal" bereits für die Endrunde in Südafrika qualifiziert.

Hinter dem Erfolg steckt auch das Familienunternehmen mit Bondscoach Bert van Marwijk und Schwiegersohn Mark van Bommel - sowie ein Schuss deutsche Siegermentalität.

"Ob Trainer oder Spieler - jeder von uns soll als Stärken auch die Erfahrungen einbringen, die er im Ausland gemacht hat", hat van Marwijk mal erklärt: "Und deutsche Teams haben die Tugend, auch schlechte Spiele zu gewinnen."

Kampf um Platz zwei

Dahinter wird es aber spannend: Alle vier Teams (Schottland, Island, Mazedonien, Norwegen) haben noch Chancen auf Rang zwei.

Geschenke seitens der Skandinavier dürfen die Niederländer also nicht erwarten.

Die Ausgangslage in Gruppe 4:

Deutschland führt die Gruppe 4 mit 16 Puntken aus sechs Spielen an, Russland könnte aber mit einem Sieg gegen Finnland bis auf einen Zähler an die DFB-Elf heranrücken.

Andererseits: Gewinnt Finnland (10 Punkte), würden die Nordeuropäer Russland überflügeln und Platz zwei ergattern.

Personalsituation:

Dinijar Biljaletdinow und Dmitri Torbinski müssen verletzt pausieren, der Einsatz von Kapitän Sergey Semak ist auf Seiten der Russen ebenfalls fraglich.

Bei den Finnen fällt Werder-Profi Petri Pasanen mit einer Fußverletzung aus, hinter dem Einsatz von Oldie Jari Litmanen steht ein dickes Fragezeichen.

Das sagen die Trainer:

Stuart Baxter (Finnland): "Wir haben ein hartes Stück Arbeit vor uns. Gegen die Russen brauchen wir auch Glück, sonst können wir nicht gewinnen. Es wird ein Spiel auf Biegen und Brechen."

Guus Hiddink (Russland): "Je nach Spielverlauf wären wir auch mit einem Unentschieden zufrieden."

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