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Konstantin Syrianow spielt seit 2007 für Zenith St. Petersburg © imago

Die Sbornaja beeindruckt den DFB-Stab beim Sieg in Finnland schwer. Spion Flick freut sich trotzdem auf das "Endspiel" in der WM-Quali.

Frankfurt/Main - DFB-Spion Hansi Flick war als Augenzeuge vom Auftritt der russischen Fußball-Nationalmannschaft in Finnland schwer beeindruckt.

Doch bange wurde dem Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw mit Blick auf das immer wahrscheinlicher werdende Endspiel in der WM-Qualifikation am 10. Oktober in Moskau nicht.

"Wir wissen, was wir können. Wir haben im Hinspiel in Dortmund eindrucksvoll bewiesen, dass wir Russland schlagen können", sagte Flick nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg Russlands gegen Finnland in Helsinki.

Und weiter: "Wir sind selbstbewusst genug und überzeugt, auch auf Kunstrasen das Spiel für uns entscheiden zu können. Wenn wir unsere beiden Aufgaben gegen Aserbaidschan erfüllen, sind wir bereit für einen goldenen Oktober." (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa)

Berichterstattung an Löw

Flick reiste bereits am Donnerstagmorgen weiter nach Göteborg zur Europameisterschaft der U21-Junioren, wo er die Erkenntnisse über den russischen Hochgeschwindigkeits-Fußball direkt an Löw weitergab.

Besonders auffällig war für Löw-Assistent Flick die körperliche Verfassung und der unbändige Wille der Russen.

"Sie haben auch nach dem 3:0 nicht locker gelassen", sagte er. "Zudem haben die Russen insgesamt eine enorme Präsenz auf dem Platz gezeigt, dass war schon ähnlich beeindruckend wie bei der EM im vergangenen Jahr."

Nur noch ein Punkt hinter Deutschland

Mit dem Sieg in Finnland verkürzte die russische Auswahl mit nunmehr 15 Punkten den Rückstand auf die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf nur noch einen Zähler.

Vergeblich hatten Flick und DFB-Chefscout Urs Siegenthaler, die erstmals gemeinsam auf der Tribüne ein Spiel analysierten, auf einen Patzer der Russen gehofft.

Doch während die deutsche Elf im vergangenen September in Finnland nicht über ein schmeichelhaftes 3:3 hinausgekommen war, präsentierte sich das Team von Russlands Trainer Guus Hiddink gleich eine ganze Klasse besser als die Finnen.

Hiddink sehr zufrieden

"Der Auftritt meiner Mannschaft hat mir sehr gefallen. Wir haben unsere Pflicht erfüllt", sagte der Niederländer Hiddink, der zuletzt auch den FC Chelsea mit DFB-Kapitän Michael Ballack zum englischen Pokalsieg geführt hatte.

"Aber bevor wir an Deutschland denken, müssen wir erst einmal aufpassen, dass Liechtenstein oder Wales nicht zum Stolperstein werden."

In Finnland sorgten Alexander Kerschakow (26./53.) und Konstantin Syrianow (71.) für die Tore der Gäste.

Die Finnen, die zehn Punkte auf dem Konto haben, können damit fast alle ihre WM-Hoffnungen begraben. (Keine Schützenhilfe für Löw-Elf)

Die Russen müssen am 5. September zunächst gegen Liechtenstein antreten. Ein Sieg gegen den Fußball-Zwerg ist für das Hiddink-Team Pflicht.

DFB-Team zuerst gegen Berti Vogts

Vier Tage später kommt mit dem Spiel in Wales dann noch mal eine richtige Hürde auf den letztjährigen EM-Halbfinalisten zu.

Die deutsche Elf muss sich vor dem Spiel in Moskau mit Ex-Bundestrainer Berti Vogts und Außenseiter Aserbaidschan auseinandersetzen.

Zunächst trifft der Vize-Europameister am 12. August in Baku auf die Vogts-Elf, das Rückspiel findet am 9. September in Hannover statt.

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