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Franz Beckenbauer gewann als Spieler und Trainer den Weltmeistertitel © getty

Der "Kaiser" zeigt sich beeindruckt vom WM-Gastgeber. FIFA-Präsident Sepp Blatter stellt mehr Startplätze für Afrika in Aussicht.

Johannesburg - Lichtgestalt Franz Beckenbauer hat Gastgeber Südafrika nach der knappen 0:1-Niederlage gegen Rekord-Weltmeister Brasilien im Halbfinale des Confed Cups zu einem der Mitfavoriten auf den WM-Titel gekürt.

"Die Südafrikaner haben fast Brasilien geschlagen, die vielleicht beste Mannschaft der Welt. Die Südafrikaner hätten gewinnen können. sagte Beckenbauer nach dem starken Auftritt der "Bafana Bafana" gegen die "Selecao" beim Confed-Cup.

"Sie haben taktisch perfekt gespielt und wenn sie jetzt noch einen Torjäger finden, könnten sie einer der Favoriten bei der WM 2010 sein."

Blatter stellt mehr Startplätze in Aussicht

Zuvor hatte FIFA-Präsident Sepp Blatter das Fair Play beim WM-Vorbereitungsturnier gelobt und den afrikanischen Teams mehr Startplätze bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien in Aussicht gestellt.

"Aufgrund der Anzahl der teilnehmenden Teams ist es eher unwahrscheinlich, dass eine afrikanische Mannschaft Weltmeister wird. Ob in Zukunft mehr afrikanischen Mannschaften an einer WM teilnehmen, hängt aber davon ab, wie sie im kommenden Jahr abschneiden", sagte Blatter am Freitag am Rande des Confed Cups in Südafrika.

Blatter fügte hinzu, dass er sich für Afrika einsetzen werde, wenn die Teams des Kontinents "bei der WM erfolgreich" sind.

Dabei hegt Blatter wie Beckenbauer insbesondere die Hoffnung, dass Gastgeber Südafrika bei der WM im kommenden Jahr den internationalen Durchbruch schafft.

"Sie haben im nächsten Jahr den Heimvorteil. Und beim Confed Cup haben "Bafana Bafana" gegen Brasilien bereits gezeigt, dass sie sich enorm verbessert haben und fast ein Wunder geschafft hätten", sagte der FIFA-Boss.

2010 erstmals sechs Nationen aus Afrika

Normalerweise hat Afrika fünf Startplätze bei einer WM-Endrunde. Im kommenden Jahr in Südafrika wird es erstmals sechs afrikanische Teilnehmer geben, da der Gastgeber direkt qualifiziert ist. Zum Vergleich: Europa hat derzeit 13 Startplätze.

Zudem lobte der Schweizer Blatter die vom Fair Play geprägte Atmosphäre zwischen den am Konföderationen-Pokal teilnehmenenden Teams sowie den Fans in den WM-Stadien.

"Ich muss den Spielern auf dem Platz und den Anhängern auf den Tribünen ein Kompliment für das faire Miteinander machen. Tausende Fans strömten in die Stadien und davon waren 90 Prozent aus Südafrika. Der WM-Gastgeber hat sein schönstes Gesicht gezeigt", meinte Blatter.

Auch Danny Jordaan, Chef des WM-Organisationskomitees, zeigte sich trotz einiger Probleme in Sachen Sicherheit und Logistik mit dem WM-Testlauf zufrieden:

Confed Cup als gelungene Generalprobe

"Ich denke, wir haben bei diesem Turnier alle unsere Ziele erreicht. Die Schlüssel für ein großes Fest sind, dass die Mannschaften und die Fans glücklich sind", sagte Jordaan, der aber unterstrich, dass der Confed Cup nicht mit einem WM-Turnier zu vergleichen sei:

"Wir fangen jetzt nicht an wie verrückt zu feiern, die WM ist eine ganz andere Geschichte."

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