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Ottmar Hitzfeld ist seit dem 1. Juli 2008 Nationaltrainer der Schweiz © imago

Auch wenn die Schweiz in Israel eine 2:0-Führung verspielt, äußert der "General" Lob. Bei den Spielern überwiegt die Enttäuschung.

Ramat Gan - Ottmar Hitzfeld ging schnell zur Tagesordnung über.

Obwohl sein Team im WM-Qualifikationsspiel in Ramat Gan vor den Toren Tel Avivs gegen Israel einen 2:0-Vorsprung verspielt und am Ende nur ein 2:2 (1:0) erzielt hatte, blieb Hitzfeld gelassen.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen unsere beiden nächsten Gegner Luxemburg und Lettland sechs Punkte holen, zumal wir beide Male zu Hause spielen. Dann sind wir im Soll", sagte der neue Schweizer Nationaltrainer.

"General" äußert Lob

"Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment fürs Fighten machen", äußerte der "General". Hakan Yakin (45.) und Blaise N'Kufo (56.) hatten das 2:0 der Eidgenossen herausgeschossen.

"Die Enttäuschung hielt in der Kabine aber nur zehn Minuten an, dann richteten wir den Blick schon wieder auf das nächste Spiel am Mittwoch gegen Luxemburg", erklärte der Ex-Stuttgarter Hakan Yakin, dem ein herrlicher Freistoßtreffer gelungen war.

"Es tut weh, so spät den Ausgleich zu erhalten"

Die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber schafften durch Yossi Benayoun (73.) und Ben Sahar (90.) noch die Treffer zum Ausgleich und wurden von den Fans begeistert gefeiert.

"Es tut weh, so spät noch den Ausgleich zu erhalten. Man sieht, dass es für uns noch viel zu tun gibt. Es ist aber wichtig, dass wir einen Auswärtspunkt gewonnen haben", erklärte der Ex-Bundesligakicker N'Kufo.

Der Leverkusener Tranquillo Barnetta ergänzte: "Wir sind mit relativ wenig Aufwand zur 2:0- Führung gelangt. Genau so muss man auswärts spielen. Leider haben wir den Vorsprung aber noch aus der Hand gegeben. Das hätte nicht passieren dürfen."

Hitzfeld bringt vier Bundesliga-Profis

Hitzfeld, der ehemalige Meister-Coach von Bayern München und Borussia Dortmund, hatte in Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart) und Barnetta drei Bundesliga-Profis in seiner Startformation aufgeboten. Der Frankfurter Christoph Spycher wurde in der Schlussminute eingewechselt.

Kapitän Alexander Frei von Borussia Dortmund wurde nach der im ersten EM-Spiel erlittenen Innenbandverletzung im Knie noch geschont.

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