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Die Paraquayer bejubeln das Siegtor des Dortmunders Nelson Valdez (2.v.r.) © getty

Dank eines Tores von Nelson Valdez führt das Überrraschungsteam mit fünf Punkten. Brasilien meldet sich in der WM-Quali zurück.

Asuncion - Dank eines Treffers des Dortmunders Nelson Valdez hat Paraguay seine Spitzenposition in der südamerikanischen Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika behauptet.

Der BVB-Stürmer erzielte beim 2:0 (2:0)-Sieg des Tabellenführers gegen Venezuela das zweite Tor.

Damit baute das Überraschungsteam den Vorsprung vor den Großmächten Brasilien und Argentinien vorübergehend auf fünf Punkte aus und konnte selbst bei Siegen der Verfolger in den Mittwochsspielen nicht eingeholt werden.

Die gut 30.000 Zuschauer im Stadion Defensor del Chaco in Asuncion erlebten eine einseitige Partie, in der die Hausherren in der 29. Minute durch Cristian Riveros in Führung gingen.

Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte Valdez das 2:0. Für den 24-Jährigen war es der vierte Treffer in den Eliminatorias, in denen er die Torjägerliste zusammen mit vier weiteren Spielern anführt.

Brasilien mit Warnung an die Konkurrenz

Brasilien ist somit unter Zugzwang, allerdings ist die Stimmung nach dem 3:0-Sieg des Rekordweltmeisters in Chile bestens. Die Warnung für die südamerikanische Konkurrenz stand in großen Lettern auf der Taktiktafel in den Katakomben des Nationalstadions von Chile.

"Die beste Selecao der Welt muss man achten", hatte Brasiliens Stürmerstar Robinho als Botschaft auf Spanisch hinterlassen.

Brasilien ist wieder da, und der bei den Fans verlorene Kredit soll am Mittwoch (Do., 2.50 Uhr LIVESCORES) mit einer Gala gegen Bolivien in Rio de Janeiro endgültig zurückgewonnen werden. Mit einem Sieg würden sich die Brasilianer Paraquay in den Nacken setzen.

Spannende Tabellensituation

Diese Chance besitzt auch das mit der Selecao punktgleiche Argentinien im Duell beim Tabellensiebten Peru.

Hinter Südamerikas Großmächten streiten sich Uruguay (11) gegen Ecuador (8) und Chile (10) gegen Kolumbien (10) in direkten Duellen um eines der vier Tickets nach Südafrika sowie den zur Relegation gegen den CONCACAF-Vertreter berechtigenden Platz fünf.

Bundesliga-Trio im Aufgebot

Auch wenn vor dem Spiel im für die Pan-Amerika-Spiele 2007 erbauten Engenhao-Stadion eher über die Höhe des Sieges spekuliert wird, fehlt es bei den Brasilianern nicht an warnenden Stimmen.

"Wir müssen mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben und mit gleichem Willen wie am Sonntag zu Werke gehen", forderte der Münchner Lucio, der wieder mit Wolfsburgs Josue und Diego von Werder Bremen in der Anfangself steht.

Kritiker werden leiser

Trainer Dunga verbat seinen Spielern gar, das Wort Schlusslicht in den Mund zu nehmen.

Nachdem die Kritikerstimmen an Gewicht verloren haben, bekannte der 44-Jährige schon wieder gelassen: "Ich sorge mich nicht um meine Anstellung, sondern um meine Arbeit. Wenn man nur nach dem Job schielt, wird man über kurz oder lang entlassen."

Argentinien unter Zugzwang

Nach dem guten Saisonstart mit drei Erfolgen ist das Krisengerede nun zu den seit vier Spielen sieglosen Argentinier gewechselt.

In Peru, das am Samstag mit dem 1:0 gegen Venezuela seinen ersten Eliminatorias-Sieg eingefahren hatte, fehlen der verletzte Torhüter Roberto Abbondanzieri sowie die gesperrten England-Legionäre Javier Mascherano und Carlos Tevez.

"Gauchos" ohne Knipser

Doch wirklich vermisst wird von Trainer Alfio Basilie ein echter Torjäger. Weder Tevez noch Lionel Messi noch Sergio Agüero, der beim 1:1 gegen Paraguay für den Ausgleich sorgte, haben den Killerinstinkt wie einst Gabriel Batistuta.

Zudem ist Juan Riquelme als Herz der Offensive schon länger außer Form. Und so macht sich bei Peru, das zuletzt 1985 in Lima gegen die Gauchos gewann, Zuversicht breit.

"Messi ist kein Gott", erklärte der Schalker Carlos Zambrano, der dem Star des FC Barcelona 90 Minuten lang das Leben schwer machen will.

Südamerikas Giganten haben an Schrecken verloren.

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