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Soll gegen den Willen des Vereins für Russland auflaufen: Stürmer Roman Pawljutschenko © getty

Bei Deutschlands härtestem Konkurrenten gibt es Ärger, bei Ottmar Hitzfeld kehrt der Leitwolf zurück. Teil 2 der WM-Quali-Vorschau.

Von Martin Hoffmann

Russland - Wales (Gruppe 4, 17 Uhr in Moskau)

Deutschlands härtester Gruppengegner Russland greift erstmals ins Geschehen ein - und Trainer Guus Hiddink hat klar gemacht, dass er einen Sieg erwartet, um nicht direkt den Anschluss an das DFB-Team zu verlieren.

"Deutschland scheint sich immer zu qualifizieren. Manchmal weiß ich nicht wie, aber sie tun es. Also müssen wir mit drei Punkten starten, wenn wir oben stehen wollen."

Aus diesem Grund nimmt Hiddink auch keine Rücksicht auf Roman Pawljutschenko, dessen Verein Tottenham Hotspur den Niederländer aufgefordert hat, auf den am Knöchel angeschlagenen Stürmer zu verzichten.

"Unsere Ärzte haben den Spieler untersucht und nach ihrer Auffassung ist er fit", erklärte Hiddink.

Einen ähnlichen Fall haben die Waliser mit dem am Knie verletzten Craig Bellamy. Bei ihm macht West Ham Druck, ihn zu schonen. Coach John Toshack beugte sich im Gegensatz zu Hiddink und verzichtet auf den Angreifer.

Aserbaidschan - Liechtenstein (Gruppe 4, 18 Uhr in Baku)

Im ersten Pflichtspiel unter Berti Vogts hätte Aserbaidschan fast die Überraschung geschafft, doch stattdessen gab es in Wales eine unglückliche 0:1-Niederlage.

Gegen Liechtenstein sieht sich Aserbaidschan nun in einer ungewohnten Rolle: als Favorit.

"Wenn wir einen solchen Gegner nicht schlagen, wen denn dann?", erklärte Generalsekretär Elchan Mamedow.

Vogts, der sich schon mehrmals über die überzogenen Erwartungen an sein Team beklagt hat, widerspricht diesmal nicht: "Wenn wir so wie in Wales spielen, gewinnen wir."

Schweiz - Luxemburg (Gruppe 2, 20.30 Uhr in Zürich)

Einen Dreier zum Auftakt hat die Schweiz beim 2:2 in Israel verspielt. Nun ist ein Sieg für Trainer Ottmar Hitzfeld Pflicht.

"Wir starten gegen Luxemburg als klarer Favorit und können nur mit drei Punkten zufrieden sein", macht er klar.

Damit das gegen die defensivbetonten Luxemburger auch klappt, wird Hitzfeld sein Team stärker auf Angriff polen.

So wird wohl Defensivspieler Benjamin Huggel für einen weiteren Stürmer Platz machen. Aller Voraussicht nach wird das Dortmunds Alex Frei sein, der nach seiner EM-Verletzung sein Comeback feiern soll.

"Alex spielt von Beginn weg, wenn alles normal verläuft", erklärt Hitzfeld.

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