vergrößernverkleinern
Russlands Roman Pawljutschenko (l.) traf per Elfmeter zur Führung © getty

Ein Joker-Tor sichert Russland einen späten Sieg gegen Wales, der Ex-Bundestrainer ist in Aserbaidschan auf verlorenem Posten.

Moskau - Die russische Nationalmannschaft ist für das WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland gerüstet.

Das Team von Nationaltrainer Guus Hiddink feierte mit dem 2:1 (1:0) gegen Wales am Mittwochabend in Moskau einen gelungenen Auftakt in die Qualifikation für das WM-Turnier 2010 in Südafrika.

Der kurz zuvor eingewechselte Pawel Progrebnijak von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg sorgte neun Minuten vor dem Abpfiff für das umjubelte Siegtor.

Pawljutschenko trifft per Elfmeter

Stürmerstar Roman Pawljutschenko vom englischen Traditionsklub Tottenham Hotspur hatte die Gastgeber im Lokomotive-Stadion per Foulelfmeter (22.) in Führung gebracht.

Joe Ledley sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich (67.).

EM-Halbfinalist Russland tritt zum ersten Duell der Favoriten auf den Sieg in Gruppe 4 am 11. Oktober in Dortmund gegen Vizeeuropameister Deutschland an.

Russen spielbestimmend

Bei strömendem Regen war das Hiddink-Team über weite Strecken spielbestimmend.

Doch für das erste Highlight sorgten die Gäste aus Wales, die zum Auftakt knapp 1:0 gegen das von Berti Vogts betreute Aserbaidschan gewonnen hatten.

In der 17. Minute brachte Sergej Semak den Waliser Gareth Bale im Strafraum zu Fall. Der Verteidiger scheiterte mit seinem Strafstoß aber am hervorragend reagierenden russischen Keeper Igor Akinfejew.

Ledley gleicht aus

Die Gastgeber machten allerdings zu wenig aus ihren Möglichkeiten. In der 67. Minute nutzten dies die vom ehemaligen Liverpool-Star John Toshack betreuten Waliser.

Bale legte nach einer Einzelaktion für Ledley zum 1:1 auf und machte so seinen Patzer beim verschossenen Elfmeter wieder gut.

Die Freude währte jedoch nur bis zur 81. Minute, als die Waliser den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekamen, und Progrebnijak eiskalt zum 2:1 vollstreckte.

Vogts-Elf blamiert sich

Eine erneute Enttäuschung musste Berti Vogts hinnehmen: Das vom ehemaligen deutschen Bundestrainer trainierte Aserbaidschan kam im zweiten WM-Qualifikationsspiel in Baku nicht über ein 0:0 gegen Liechtenstein hinaus.

Zum Auftakt hatte die Elf von Vogts in Wales unglücklich mit 0:1 verloren.

Für Liechtenstein war es nach dem 0:6 gegen Deutschland am Samstag der erste Punkt.

Wen soll Aserbaidschan schlagen?

Nach dem 0:1 in Wales war Vogts in den Medien scharf kritisiert worden. Der 61-Jährige hatte darauf verärgert reagiert und klargestellt, dass die Verantwortlichen "zu 100 Prozent hinter uns Deutschen" stehen.

Zum Trainerteam von Vogts gehört auch der ehemalige Nationalkeeper Uli Stein. Für das Spiel gegen Liechtenstein war von Verbandsseite aber ein Sieg gefordert worden.

"Wenn wir einen solchen Gegner nicht schlagen, wen denn dann?", hatte Generalsekretär Elchan Mamedow gefragt. Das erste Gruppenspiel gegen Deutschland steht für Aserbaidschan am 12. August 2009 an.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel