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Andrej Arshavin (2.v.l.) im Duell mit den Argentiniern Bolatti (l.) und Gutierrez © getty

Russlands Nationalcoach ist vor dem Spiel gegen die DFB-Elf optimistisch. Maradona hingegen schimpft, Hitzfeld und Rehhagel warnen.

München - Remis im Prestigeduell, "General" Ottmar Hitzeld und "König" Otto Rehhagel vor dem direkten Duell als Mahner sowie ein aufgebrachter Sieger Diego Maradona:

Nach dem Stotterstart in die WM-Saison herrschte bei vielen Fußball-Nationen Skepsis.

Ausgerechnet Russlands Nationalcoach Guus Hiddink nahm die 2:3 (1:1)-Pleite im Härtetest gegen Maradona und Argentinien vor dem "Finale" in der WM-Qualifikation am 10. Oktober gegen Deutschland gelassen.

"Eine Niederlage gegen ein starkes Team kann nützlicher sein als eine Reihe von Siegen gegen minderwertige Gegner", sagte Hiddink und spielte damit auch auf das dürftige 2:0 (1:0) der deutschen Auswahl in Aserbaidschan an.

Hiddink fordert mehr Konzentration

Vor dem möglicherweise entscheidenden Spiel gegen Deutschland um ein direktes WM-Ticket für Südafrika ist Hiddink nicht bange (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa).

"Wir haben 20, 25 Minuten lang sehr guten Fußball gespielt. Am Ende der ersten Halbzeit haben wir die Konzentration verloren. Ein Team wie Argentinien bestraft das", sagte der Niederländer und forderte mit Blick auf das Duell gegen das DFB-Team eine höhere Konzentration.

Hiddink erkannte an, dass die Russen von den Argentiniern "eine Lektion in Sachen Effektivität" erhalten hatten:

"Sie hatten drei oder vier Chancen, und sie haben drei Tore gemacht. Es hätte auch 4:4 ausgehen können", sagte der Niederländer, um seiner Mannschaft dann mit auf den Weg zu geben:

"Wenn wir Erfolg haben wollen, dann müssen wir lernen, 90 Minuten lang gut zu spielen."

Maradona redet sich in Rage

Hiddinks Gegenüber Maradona konnte sich am Sieg kaum erfreuen und redete sich nach den Gegentoren durch Igor Semschow (18.) und Roman Pawljutschenko (79.) in Rage.

"Das war ein einziges Chaos", ärgerte sich die Fußball-Ikone des zweimaligen Weltmeisters, der in der Abwehr auf den verletzten Martin Demichelis vom deutschen Rekordmeister Bayern München verzichten musste.

Immerhin stimmte ohne den geschonten Superstar Lionel Messi die Vorstellung in der Offensive.

Endspiel gegen Brasilien

Sergio Agüero (45.), Lisandro Lopez (46.) und Jesus Datolo (59.) sorgten für ein Erfolgserlebnis vor dem Klassiker in der WM-Qualifikation am 5. September in Argentinien gegen Brasilien, der zu einem 1:0 (1:0)-Arbeitssieg in Estland kam.

Auch für die Argentinier, derzeit in der Südamerika-Gruppe nur Vierter (vier Mannschaften qualifizieren sich direkt) ist dies eine Art Endspiel um das Flugticket nach Südafrika. "Die Wahrheit ist", versicherte Maradona deshalb, "dass uns dieses Ergebnis noch mehr Mut macht."

Hitzfeld lobt Benaglio

Hitzfeld war trotz des Achtungserfolges der Schweiz beim 0:0 gegen Weltmeister Italien unzufrieden.

"Ich habe der Mannschaft bei der nächsten Besprechung einiges zu erzählen. Wir haben sehr viel Glück gehabt", sagte Hitzfeld und zollte dem starken Torhüter Diego Benaglio vom Deutschen Meister VfL Wolfsburg ein Sonderlob.

Am Freitag soll der Vertrag von Hitzfeld vorzeitig bis 2014 verlängert werden.

Am 5. September schlägt dann in der Qualifikation zur WM-Endrunde die Stunde der Wahrheit, wenn es in Basel zum Duell mit Ex-Europameister Griechenland und Otto Rehhagel kommt.

Rehhagel: "Müssen uns zusammenreißen"

Rehhagel war nach der verpatzten Generalprobe beim 0:2 (0:0) in Polen sauer: "Die Polen haben uns gezeigt, mit welcher Einstellung man auf den Platz gehen muss. Wir müssen uns gehörig zusammenreißen, wenn wir in der Schweiz bestehen wollen."

Einig waren sich Bondscoach Bert van Marwijk und Englands Teammanager Fabio Capello nach dem 2:2 (2:0) der Niederlande und den "Three Lions" in der AmsterdamArena.

"Für diesen frühen Zeitpunkt der Saison war es ein sehr ordentliches Spiel", sagten beide Trainer unisono.

Dirk Kuyt (10.) und der ehemalige Hamburger Rafael van der Vaart (37.) trafen für die "Elftal", Jermain Defoe (49./76.) glich mit einem Doppelpack für England aus.

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