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Rehhagels Griechen haben das Hinspiel in Athen gegen die Schweiz 1:2 verloren © getty

Zum WM-Qualifikations-Rückspiel müssen die Griechen in der Schweiz ran. "Ein Schlüsselspiel" mit "vorentscheidendem Charakter".

Berlin/Basel - Wenn am Samstag "General" Ottmar Hitzfeld auf "König" Otto Rehhagel trifft, dann kommt es zum möglicherweise entscheidenden Duell auf dem Weg nach Südafrika.

Der Sieger des Top-Spiels der Qualifikationsgruppe 2 zwischen den punktgleichen Teams aus der Schweiz und Griechenland in Basel (ab 20 Uhr LIVE) könnte fast schon das Ticket für die WM 2010 buchen.

Entsprechend groß ist die Anspannung auch bei den beiden deutschen Trainer-Koryphäen.

"Wir haben schon viele Schlachten geschlagen", sagte der Schweizer Nationaltrainer Hitzfeld im "kicker" zum Duell mit seinem altbekannten Kollegen.

Schweizer "psychologisch im Vorteil"

Doch dieses Mal sei es auch für ihn etwas Besonderes, denn: "Es ist ein Schlüsselspiel." Auch Griechenlands Auswahlcoach Rehhagel spielte die Bedeutung der Begegnung nicht herunter: "Das Spiel hat vorentscheidenden Charakter."

Die Schweiz ist nicht nur wegen des Heimvorteils leicht favorisiert. (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa)

Nach einem miserablen Start in die Qualifikation, darunter die 1:2-Heimblamage gegen Luxemburg, haben sich die Eidgenossen mittlerweile gefangen und vier Siege Folge eingefahren.

Dabei wurde Griechenland in Athen mit 2:1 bezwungen, weshalb Hitzfeld sein Team gegen den Europameister von 2004 "psychologisch im Vorteil" sieht.

Hitzfeld fürchtet "Überfall-Taktik"

Der eheamlige Meistermacher von Bayern München und Borussia Dortmund, der seinen Vertrag erst kürzlich bis Juni 2012 verlängert hat, erwartet jedoch die ein oder andere Überraschung des 71 Jahre alten Taktik-Fuchses Rehhagel.

"Otto Rehhagel stellt seine Mannschaft immer super auf den Gegner ein, so dass wir die griechische Abwehr erst knacken müssen."

Außerdem fürchtet der 60-Jährige die "Überfall-Taktik" der Griechen: "Sie kontern schnell und spielen lange Bälle."

Rehagel setzt auf Bundesliga-Stürmer

Rehhagel wird im Angriff mindestens auf zwei Stürmer des Bundesliga-Quartetts Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen), Angelos Charisteas (1. FC Nürnberg), Ioannis Amanatidis und Nikos Liberopoulos (beide Eintracht Frankfurt) setzen.

Beide Trainer haben jedoch mit Personalsorgen zu kämpfen. Bei den Griechen fehlen die verletzten Vasilis Torosidis und Giorgos Karagounis sowie der zurzeit vereinslose Georgios Seitaridis.

Deshalb rutschte selbst Vasilios Pliatsikas in den Kader, obwohl der Neuzugang von Schalke 04 in der Bundesliga bislang kaum gespielt hat.

Sanderos fehlt die Spielpraxis bei Arsenal

Hitzfeld beklagt derweil Probleme in der Innenverteidigung.

Hertha-Profi Steve von Bergen (Fieber) und Stephane Grichting (Knochenhautreizung) sind angeschlagen, Philippe Senderos fehlt aufgrund seiner Reservistenrolle beim FC Arsenal Spielpraxis.

Der Abwehrspieler wirkte bereits im Test vor drei Wochen gegen Italien (0:0) überfordert und könnte gegen die schnellen Griechen ein Sicherheitsrisiko bedeuten.

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