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Cristiano Ronaldos Optimismus ist unge- brochen: "Wir wollen alle zur WM" © getty

Vor dem WM-Quali-Rückspiel gegen Dänemark stehen die Portugiesen unter großem Druck. Der Weltfußballer bleibt aber optimistisch.

Lissabon/Kopenhagen - Eine WM ohne den Weltfußballer, eine Endrunde ohne die Brasilianer Europas?

Portugal droht mit dem teuersten Ballkünstler aller Zeiten am Samstag (ab 19.45 Uhr LIVE) die größte Pleite seit über einer Dekade.

Für die Erben der "Goldenen Generation" um Cristiano Ronaldo geht es in Kopenhagen in der Qualifikations-Gruppe 1 gegen Spitzenreiter Dänemark bereits um alles oder nichts.

"Der Druck auf Portugal ist groß", sagte der 94-Millionen-Mann des spanischen Rekordmeisters Real Madrid der Sporttageszeitung "AS", verbreitete, wie es sich für den Kopf einer Mannschaft gehört, aber grenzenlosen Optimismus.

1998 letztmals nicht dabei

"Wir sind aber sicher, dass wir das Spiel gewinnen können. Wir wollen alle zur WM."

1998 verpasste die "Seleccao" zuletzt ein großes internationales Turnier, in der Qualifikation für die Endrunde in Frankreich scheiterte man seinerzeit an Deutschland.

Gegenwärtig liegen die Nachfolger von Luis Figo, Rui Costa oder Joao Pinto mit neun Punkten nur auf dem dritten Rang, sieben Zähler hinter Dänemark und auch noch vier hinter dem Zweiten Ungarn. (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa)

Tiago: "Die Mannschaft ist stärker geworden"

Gegen die Magyaren spielt man immerhin noch zweimal, das erste Duell steht bereits am kommenden Mittwoch in Budapest an.

"Am Anfang der Qualifikation hat Portugal Fehler gemacht, aber die Mannschaft ist stärker geworden", sagte Mittelfeldspieler Tiago von Juventus Turin.

Seit 1996, als man bei der EM-Endrunde in England das Viertelfinale erreicht hatte, haben die Portugiesen mit der Ausnahme Frankreich die Fans mit spektakulärem Fußball begeistert.

Zu einem Titel hat es allerdings nie gereicht.

Portugal scheitert an den Nerven

Bei der EM-Endrunde im vergangenen Jahr in Österreich und der Schweiz scheiterte das Team vom damaligen Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari als Topfavorit überraschend im Viertelfinale an Deutschland.

Die Nerven machten den zum Teil hochbegabten Fußballern von der iberischen Halbinsel zum wiederholten Male einen Strich durch die Rechnung.

Die totale Pleite will der neue Nationaltrainer Carlos Queiroz in Kopenhagen mit neuem Personal und taktischen Varianten verhindern.

Verletzter Almeida macht dem Team Mut

Anstatt im gewohnten 4-4-2 zu spielen, könnte Portugal auch auf totale Offensive mit Ronaldo, Nani und Liedson als Stürmer setzen. Liedson, gebürtiger Brasilianer, ist der Star bei Sporting Lissabon und erst seit 13. August im Besitz der portugiesischen Staatsbürgerschaft.

Aus der Bundesliga steht für das Dänemark-Spiel nur Maniche vom Tabellenletzten 1. FC Köln im Kader.

Stürmer Hugo Almeida von Werder Bremen ist wegen einer Blinddarm-Operation derzeit außer Gefecht, spricht seinen Kollegen aber Mut zu:

"Wir haben viele Punkte verloren, weil wir eine junge, neue Generation an das Team heranführen. Aber wir haben immer noch alle Chancen, uns zu qualifizieren. Keiner will die Erfahrung machen, die WM am Fernseher zu verfolgen."

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