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Marco Padolino sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung für die Schweiz © getty

Die Schweiz schlägt erneut Rehhagels Griechen. Portugal hat die direkte WM-Teilnahme wohl verspielt. Italien retten Eigentore.

München - Ottmar Hitzfeld hat im deutschen Trainerduell mit Otto Rehhagel um das Direktticket zur WM 2010 die Nase vorn.

Die Schweizer Nationalmannschaft des ehemaligen Münchner und Dortmunder Meistermachers besiegte am Samstag im Spitzenspiel der Europa-Gruppe 2 Rehhagels Griechen 2:0 (0:0).

Dagegen muss Portugals Starteam um die Teilnahme in Südafrika ebenso zittern wie Frankreich.

Die Schweizer übernahmen derweil mit 16 Punkten die Tabellenführung und liegen drei Spiele vor Schluss drei Zähler vor Ex-Europameister Griechenland.

Späte Treffer in Überzahl

Die Gäste spielten nach der Gelb-Roten Karte gegen Loukas Vyntra (42.) in Unterzahl, hielten aber lange das Remis.

Stephane Grichting (84.) und Marco Padalino (88.) sicherten der Schweiz den späten Sieg.

Mit den Griechen zog Außenseiter Lettland gleich. Die Balten setzten sich mit 1:0 (0:0) in Israel durch. Kaspars Gorkss erzielte in der 59. Minute das entscheidende Tor.

Lettland empfängt am kommenden Mittwoch die Schweiz, Griechenland tritt in Moldawien an.

Portugal nur Unentschieden

Portugal dagegen kam im Topspiel der Europa-Gruppe 1 in Dänemark nur zu einem 1:1

Die Mannschaft um Real Madrids Weltfußballer Cristiano Ronaldo liegt drei Spiele vor Schluss sieben Punkte hinter Spitzenreiter Dänemark und drei Zähler hinter dem derzeitigen Tabellenzweiten Ungarn (1:2 gegen Schweden).

Nicklas Bendtner vom FC Arsenal erzielte in der 42. Minute das Tor für die Dänen.

Last-Minute-Tore machen noch Hoffnung

Liedson (86.) rettete die Portugiesen, die bei einer Niederlage bereits das direkte WM-Ticket verspielt hätten.

Zudem profitierten die Iberer von der Last-Minute-Niederlage der Ungarn, die nun wieder in Reichweite sind.

In Budapest schoss Zlatan Ibrahimovic (90.+4) Schweden zum Sieg.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Szabolcs Huszti hatte mit einem verwandelten Elfmeter in der 79. Minute die frühe Führung der Schweden durch Olof Mellberg (8.) ausgeglichen.

Frankreich enttäuscht

Für Frankreich wird es im Rennen um die direkte WM-Qualifikation ganz eng.

Der Weltmeister von 1998 kam mit dem eingewechselten Franck Ribery von Bayern München in der Gruppe 7 nicht über ein 1:1 gegen Rumänien hinaus und liegt drei Spieltage vor Schluss vier Punkte hinter Tabellenführer Serbien.

Die Serben können am Mittwoch mit einem Sieg im direkten Duell den Sprung zur Endrunde vorzeitig schaffen.

Zwei Eigentore durch Milan-Legionär

Zwei Eigentore eines Italien-Legionärs halten den Weltmeister Italien auf WM-Kurs.

Ausgerechnet Georgiens Abwehr-Routinier Kachaber Kaladse, seit 2001 in Diensten des AC Mailand, versenkte beim 0:2 gegen die Squadra Azzurra zweimal den Ball im eigenen Tor (57./67.).

Italien bleibt mit 17 Punkten aus sieben Spielen Tabellenführer der Europa-Gruppe 8 mit einem Punkt vor Irland, das 2:1 auf Zypern gewann.

Bulgarien (11/7) wahrte seine WM-Chance in dieser Gruppe durch ein 4:1 gegen Montenegro.

Bosnien und Schottland hoffen auf Playoffs

Bosnien, Schottland und Ukraine dürfen weiter auf WM-Teilnahme über die Playoffs hoffen.

Das bosnische Team um die Bundesliga-Profis Zvjezdan Misimovic, Edin Dzeko (beide VfL Wolfsburg), Vedad Ibisevic, Sejad Salihovic (beide 1899 Hoffenheim) und Zlatan Bajramovic (Eintracht Frankfurt) setzte sich in Armenien 2:0 (1:0) durch.

Damit haben die Südeuropäer beste Aussichten, hinter Tabellenführer Spanien den zweiten Platz in der Europa-Gruppe 5 zu erreichen.

Mit 15 Punkten aus sieben Spielen liegen die Bosnier weiter vier Zähler vor dem Verfolger Türkei (11), der 4:2 gegen Estland gewann.

Europameister Spanien kann nach dem 5:0 gegen Belgien praktisch schon für Südafrika planen.

Brown und McFadden treffen für Schottland

Die Schotten bezwangen Mazedonien in Glasgow durch Tore von Scott Brown (56.) und James McFadden (81.) mit 2:0.

Das Team von Trainer George Burley hat in Gruppe 9 nach sieben Spielen mit zehn Punkten nun die besten Aussichten auf Rang zwei, der eventuell zur Teilnahme an einem Play-off-Duell berechtigt.

Denn nur die acht besten der insgesamt neun Zweitplatzierten erreichen die Relegationsspiele.

Schottland muss allerdings am letzten Spieltag gegen die bereits qualifizierten Niederlande antreten, die bisher alle sieben Spiele gewonnen haben.

Mazedonien (7 Spiele/7 Punkte) ist ebenfalls noch im Rennen (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa).

In der Gruppe 3 verpasste Spitzenreiter Slowakei (2:2 gegen Tschechien) eine Vorentscheidung.

Hinter den Slowaken (16 Punkte) darf Nordirland (1:1 in Polen), das ein Spiel mehr absolviert hat, mit 14 Punkten auf die WM-Teilnahme hoffen.

Pflichtsieg für Ukraine

In der Gruppe 6 hat die Ukraine pflichtschuldig mit 5:0 gegen das punktlose Schlusslicht Andorra triumphiert.

Damit ist die Mannschaft um Andrej Schewtschenko, der das 3:0 erzielte, ebenfalls wieder auf Playoff-Kurs hinter dem weit enteilten Spitzenreiter England.

Allerdings liegt Kroatien wesentlich besser. Der EM-Viertelfinalist hat vor dem direkten Duell am Mittwoch mit einem 1:0-Sieg gegen Weißrussland bis auf vier Punkte an die Engländer heran.

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