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Frust pur: Ribery (r.), Benzema (M.) und Henry beim Spiel gegen Rumänien © imago

Der Bayern-Star wird beim 1:1 der Franzosen gegen Rumänien nur eingewechselt - und verletzt sich zu allem Überfluss auch noch.

Paris - Franck Ribery fühlte sich "wie nach einer Niederlage", Thierry Henry schrieb die direkte WM-Qualifikation fast schon ab, nur der umstrittene Trainer Raymond Domenech redete sich den erneuten Rückschlag schön.

"Was wir im Spiel gemacht haben, war großartig. Wir hatten einfach nur kein Glück", sagte Domenech nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) der französischen Nationalmannschaft im Stade de France von St. Denis gegen Rumänien.

Dabei ist die Situation für den ehemaligen Welt- und Europameister dramatisch.

Sieg in Serbien ist Pflicht

Den Gesamtsieg in der Gruppe 7 kann die Equipe Tricolore angesichts von vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Serbien nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Bei einer Niederlage im Spitzenspiel am Mittwoch in Belgrad wäre der direkte Weg zur WM in Südafrika endgültig versperrt und Domenech möglicherweise seinen Job los.

Domenech in der Kritik

"Wir müssen dort Charakter zeigen", forderte der 57-Jährige, deutete aber schon einmal den Umweg über die Play-offs an: "Wir können uns immer noch qualifizieren, egal über welchen Weg."

Ob Domenech bei möglichen Ausscheidungsspielen noch am Spielfeldrand in der Verantwortung stehen darf, scheint zumindest fraglich. Die Kritik, die seit der blamablen Vorrunden-Aus bei der EM in Österreich und der Schweiz auf Domenech einprasselt, ist schon jetzt unüberhörbar.

Ribery mit Wadenverletzung

Vor allem ein fehlendes taktisches Konzept, in dem sich das reichlich vorhandene spielerische Potenzial der Franzosen entfalten kann, wird ihm vorgeworfen. Auch am Samstag rannten "Les Bleus" kopflos gegen die rumänische Abwehrmauer an.

Zwar gelang Kapitän Henry in der 48. Minute der 1:0-Führungstreffer, doch Julien Escude unterlief nur acht Minuten später ein Eigentor zum Endstand.

Auch die Einwechslung von Bayern-Star Ribery (59.) brachte keine Wende mehr. Zudem erlitt der Mittelfeldspieler einen Schlag auf die Wade und droht ebenso wie der angeschlagene Unglücksrabe Escude für das wichtige Spiel in Belgrad auszufallen.

Henry: "Wir kommen nach Südafrika"

"Die Moral in der Mannschaft ist angeknackst", sagte Henry. Der Stürmer von Champions-League-Sieger FC Barcelona dachte bereits an die Play-off-Spiele und machte seinen niedergeschlagenen Mitspielern Mut:

"Seitdem ich im französischen Team spiele, mussten wir oft durch die Hintertür gehen. Aber welche Tür wir auch nehmen, wir kommen nach Südafrika."

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