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Berti Vogts hat mit Aserbaidschan in der WM-Quali sechs von sieben Spielen verloren © getty

Vor dem Duell gegen Deutschland bleibt Aserbaidschan sieglos. Russland schließt zum DFB-Team auf, muss sich aber steigern.

München - Der Torfluch wurde nach 588 Minuten beendet, jedoch eine weitere Niederlage kassiert.

Berti Vogts bleibt mit der Nationalmannschaft Aserbaidschans vor dem Duell am kommenden Mittwoch in Hannover gegen Vize-Europameister Deutschland ein Punktelieferant.

Das Team aus dem Kaukasus verlor in Lankaran 1:2 (0:0) gegen Finnland und kassierte im siebten WM-Quali-Spiel die sechste Niederlage. (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa).

Nach 588 torlosen Minuten in der WM-Ausscheidung erzielte Elwin Mammadow (49.) das viel umjubelte Führungstor für die Vogts-Mannschaft.

Doch die Suomi-Auswahl drehte in der Schlussphase noch das Spiel. Markus Heikkinen glich für die Finnen in der 74. Minute aus, Petri Pasanen von Werder Bremen sorgte fünf Minuten vor dem Abpfiff für den finnischen Sieg.

Unter Vogts erst ein Sieg

Aserbaidschan, das das Hinspiel gegen Deutschland in Baku 0:2 verlor, hat in der Gruppe 4 weiterhin lediglich einen Punkt auf dem Konto (1:9 Tore) und ist vor Liechtenstein Tabellenvorletzter.

Der Tabellendritte Finnland wahrte die theoretische Chance auf die Qualifikation für die WM-Endrunde in Südafrika, liegt aber sechs Zähler hinter Spitzenreiter Deutschland.

Unter Vogts hat Aserbaidschan erst einen Sieg gefeiert. Das Team des früheren Bundestrainers hatte im vergangenen Jahr 2:1 in Bahrain gewonnen.

Russland holt auf

Deutschlands schärfster Konkurrent, EM-Halbfinalist Russland, hat dagegen die Chance auf die direkte WM-Qualifikation gewahrt.

Das Team von Trainer Guus Hiddink kam in St. Petersburg zu einem lockeren 3:0 (3:0) gegen Liechtenstein und liegt mit nun 18 Punkten nur noch einen Zähler hinter der deutschen Auswahl.

Nur der Gruppensieger löst das direkte Ticket nach Südafrika, der Zweite muss in die Playoffs. Deutschland spielt am 10. Oktober in Moskau gegen Russland.

Pawljutschenko schießt Jubiläums-Tor

Verteidiger Wassilij Beresutskij (17.) stellte die Weichen im Petrowskij-Stadion bereits frühzeitig auf Sieg.

Erst zwei verwandelte Elfmeter von Roman Pawljutschenko (40./45.) sorgten aber noch vor der Pause für die Entscheidung.

Der zweite Treffer des Stürmers von Tottenham Hotspur war das 200. Tor in der WM-Qualifikation für Russland respektive die UdSSR.

Arschawin vor Rückkehr

Hiddink war weniger erfreut über die Vorstellung in der zweiten Hälfte: "Das ersten 45 Minuten waren nahezu perfekt, leider kann ich das nicht über die Leistung nach dem Wechsel sagen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen."

Am kommenden Mittwoch muss Russland in Wales antreten. Das Hinspiel hatte das Hiddink-Team im September 2008 mühevoll mit 2:1 gewonnen.

Hiddink hofft, in Wales wieder auf Angreifer Andrej Arschawin, der an einer Leistenverletzung laboriert, zurückgreifen zu können. Der Mann vom FC Arsenal wurde gegen Liechtenstein noch geschont.

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