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Alte Weggefährten: Ottmar Hitzfeld (l.) liegt momentan vor Otto Rehhagels Griechen © getty

Griechenlands Coach hadert nach der Pleite in der Schweiz mit dem Schiedsrichter. Portugals Superstar glaubt noch ans WM-Ticket.

München - Während Rekordweltmeister Brasilien in der Südamerika-Gruppe schon feiert, haben sich die Konstellationen in den europäischen Qualifikations-Gruppen dramatisch zugespitzt.

Griechenland-Coach Otto Rehhagel schäumt nach der Niederlage in der Schweiz vor Wut, Superstar Cristiano Ronaldo droht bei der WM die Zuschauerrolle.

Nach dem 1:1 (0:1) gegen Dänemark in Kopenhagen ist das direkte WM-Ticket für Portugal kaum noch zu erreichen und quasi an die Skandinavier vergeben. (WM-Qualifikation Europa: Gruppe 1)

Auch im Kampf um den Play-off-Platz helfen dem auf den vierten Platz liegenden Vize-Europameister von 2004 jetzt nur noch Siege.

"Wir glauben weiter an die WM"

"Die Mannschaft ist traurig. Das Schicksal liegt nicht mehr in unserer Hand, aber wir glauben noch weiter an die WM-Teilnahme", sagte Ronaldo und Trainer Carlos Queiros bemängelte die schwache Chancenverwertung:

"Wir hätten einen Sieg verdient gehabt. Dänemark macht aus einer Chance ein Tor, wir benötigen 50 Möglichkeiten."

Der Nachfolger von Luiz Felipe Scolari gerät damit mehr und mehr unter Druck.

Rehhagel wettert gegen Schiedsrichter

Ähnlich verärgert gab sich Otto Rehhagel, nachdem er mit Ex-Europameister Griechenland 0:2 (0:0) bei den von Ottmar Hitzfeld trainierten Schweizern verlor.

Den Schuldigen für die Niederlage hatte der frühere Bremer und Lauterer Meistertrainer auch schon ausgemacht: "Das ist eine Schweinerei hoch drei. Ich sage immer: Schiedsrichter sollen ein Spiel leiten, nicht entscheiden.

Rehhagel weiter: "Heute hat er es mit dem Platzverweis zugunsten der Schweiz entschieden."

Die Gelb-Rote Karte für den Griechen Loukas Vyntra in der 42. Minute hatte den 71-jährigen Trainer-Veteran auf die Palme gebracht. Rehhagel gab nun Platz zwei als Ziel aus. (WM-Qualifikation Europa: Gruppe 2)

Hitzfeld warnt vor Übermut

Ottmar Hitzfeld kann dagegen bei drei Punkten Vorsprung allmählich mit den WM-Planungen beginnen, bleibt aber dennoch vorsichtig:

"Wir können jetzt ein Glas Bier oder Wein genießen, aber dann gilt die volle Konzentration dem Spiel in Lettland. Wir haben die Pflicht erfüllt, aber ohne einen Punkt in Riga ist der Sieg nicht viel wert."

Kaladse trifft ins eigene Gehäuse

Weltmeister Italien und Europameister Spanien marschieren dagegen mit großen Schritten in Richtung Südafrika. (WM-Qualifikation Europa: Gruppe 5)

Italien verteidigte die Tabellenspitze in Gruppe 8 durch ein 2:0 (0:0) in Georgien erfolgreich, benötigte dabei aber zwei Eigentore von Milan-Legionär Kachaber Kaladse.

Spanien fertigte indes Belgien 5:0 (1:0) ab und feierte den siebten Sieg im siebten Spiel. (WM-Qualifikation Europa: Gruppe 5)Fast durch ist auch die Elfenbeinküste in Afrika nach dem 5:0 gegen Burkina Faso.

Sieben Teams schon qualifiziert

Insgesamt haben sich bislang sieben Teams neben Gastgeber Südafrika qualifiziert.

Als zweites Team aus Afrika hat sich der viermalige Kontinentalmeister Ghana durch ein 2:0 (1:0) gegen den Sudan das Ticket für die Endrunde gesichert.

Vor den Brasilianern hatten bereits die Niederlande sowie Australien, Japan, Südkorea und Nordkorea in der Asien-Ausscheidung alles klar gemacht. (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Europa).

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