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Diego Maradona wirft die Niederlage gegen Brasilien "nicht um" © getty

Nach der Niederlage gegen Brasilien bekommt Maradona Rückendeckung. Gegen Paraguay ist Argentinien jedoch zum Siegen verdammt.

Buenos Aires - Argentinien erholt sich erst langsam von der Schockstarre.

Der Stachel der Enttäuschung nach dem 1:3 in der WM-Qualifikation gegen den Erzrivalen Brasiliem in Rosario sitzt immer noch tief.

Allen voran beim argentinischen Nationaltrainer Diego Armando Maradona, der bedröppelt die Lehrstunde durch die brasilianischen Ballzauberer am Spielfeldrand verfolgte.

Das Ticket für die WM-Endrunde 2010 in Südafrika gerät immer mehr in Gefahr, die Anhänger des zweimaligen Weltmeisters zittern um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.

Maradona erhält Rückendeckung

"Es wird nach dieser Niederlage schwierig für Argentinien, wir werden aber weiterarbeiten, uns nicht aufgeben," sagte Maradona und versuchte, nach der Demontage von Rosario mit Durchhalteparolen sein Team wieder aufzurichten.

Im nächsten WM-Quali-Duell in Asuncion (Do., ab 01 Uhr LIVESCORES) - auf Deutsch Himmelfahrt - gegen den Tabellenzweiten Paraguay ist Dieguito mit seinem Team zum Siegen verdammt.

Gut tat Maradona, dass er Fürsprache von einem der besten Fußballtrainer aller Zeiten in Argentinien erhielt.

Cesar Luis Menotti, Coach der ersten Weltmeistermannschaft 1978 bei der Heim-WM der Gauchos, sagte im "ZDF-Morgenmagazin": "Diego Maradona ist noch ein junger Trainer, er muss jeden Tag dazulernen. Aber er hat alle Anlagen, er wird es schaffen."

Der "Goldjunge" will weiter kämpfen

Maradona denkt ohnehin nicht an Rücktritt, er will kämpfen und das gesteckte Ziel WM-Qualifikation mit seiner Mannschaft möglichst auf dem direktem Weg erreichen.

"Mich wirft diese Niederlage nicht um", sagte "el pibe de oro", der "Goldjunge".

In den Medien wurde bereits davon gesprochen, dass die Liebe der argentinischen Fans zu ihrem Idol gelitten habe.

Aber offene Kritik an Maradona wird - noch nicht - geübt. "Was nun Don Diego?", fragte das "Jornal dos Sports" allerdings den ratlos wirkenden Auswahlcoach ein wenig hämisch.

Bei Argentinien herrscht Wut und Trauer

Noch mehr wurde allerdings die Mannschaft für ihre wenig inspirierte Vorstellung gegen die Selecao gerügt.

"Bei uns herrschen Wut und Trauer. Wir stehen vor dem Nichts. Das Beste, was wir machen können, ist, das Spiel zu vergessen und uns nur noch auf Paraguay zu konzentrieren", sagte Torwart Mariano Andujar, der sich als einer der wenigen argentinischen Spieler überhaupt der Presse stellte.

Die meisten anderen verschwanden kommentarlos.

Kolumbien und Ecuador sitzen Maradona im Nacken

In der Tabelle liegt Argentinien nach 15 Spieltagen mit 22 Punkten auf dem vierten Platz, der noch das direkte Ticket für Südafrika bedeuten würde. (DATENCENTER: Alles zur WM-Quali in Südamerika)

Allerdings sitzen Maradonas Team Kolumbien und Ecuador (jeweils 20 Zähler) im Nacken.

Paraguay ist mit 27 Punkten bereits weit enteilt. "Wir müssen uns in Paraguay von einer ganz anderen Seite präsentieren", sagte Routinier Javier Zanetti von Inter Mailand.

Abhängig von Messi

Viel wird davon abhängen, ob Ausnahmespieler Lionel Messi einen besseren Tag erwischt als gegen Brasilien.

Der Mann von Champions-League-Sieger FC Barcelona wurde vom Rekord-Weltmeister geschickt ausgeschaltet, setzte nur selten zu seinen Dribblings an und wurde bei fast jeder Ballannahme erfolgreich gestört.

Messi stand deutlich im Schatten des überragenden Brasilianers Kaka von Real Madrid.

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