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Im Hinspiel hatte Ivica Olic (l.) mit Kroatien gegen die Engländer das Nachsehen © getty

Die Niederlande sind schon qualifiziert, fünf weitere Teams können nachziehen. Sport1.de fasst den Stand der WM-Quali zusammen.

Von Thorsten Mesch

München - Knapp zwei Jahre nach der Schmach von Wembley will England gegen Kroatien das Verpassen der EM 2008 endgültig zu den Akten legen und die WM-Teilnahme perfekt machen.

Neben dem Weltmeister von 1966 können sich am Mittwoch (alle Spiele ab 19.45 Uhr LIVE) vier weitere Nationen vorzeitig für die Endrunde in Südafrika qualifizieren.

Damit wäre gleichzeitig bei den Topteams Portugal, Frankreich, Türkei und Tschechien das große Zittern vorprogrammiert.

Denn dann wäre ein WM-Start für Cristiano Ronaldo und Franck Ribery nur noch über die Playoffs möglich. (DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Sport1.de gibt einen Überblick über die Situation vor dem drittletzten Spieltag der Qualifikation.

England bisher ohne Punktverlust

Mit einem Sieg gegen die Kroaten, die im November 2007 mit ihrem 3:2-Erfolg im Londoner Wembley-Stadion alle EM-Träume der Engländer zerstörten, kann Trainer Fabio Capello mit seiner Mannschaft die Fahrkarte nach Südafrika lösen.

"Wir möchten uns vor unseren Fans qualifizieren", sagt Kapitän Frank Lampard. "Das wäre großartig."

In allen sieben WM-Qualifikationsspielen blieben die Engländer siegreich und führen die Gruppe 6 mit 21 Punkten souverän an.

Kroatien hat bei einem Spiel mehr als Zweitplatzierter bereits vier Punkte Rückstand.

Im Hinspiel siegten die Engländer in Zagreb mit 4:1. "Diesmal müssen wir zumindest einen Punkt holen", sagt Nationalcoach Slaven Bilic.

Doch Kroatien muss in Wembley eigentlich gewinnen, um noch eine realistische Chance auf die direkte Qualifikation zu haben.

Auch Serbien kann alles klar machen

Ebenso wie England kann auch Serbiens Auswahl am Mittwoch aus eigener Kraft das WM-Ticket lösen.

In Gruppe 7 führen die Serben mit 18 Punkten aus sieben Spielen die Tabelle vor Frankreich (14/7) an.

Da die drittplatzierten Österreicher nur zehn Punkte haben, wäre Serbien mit einem Sieg gegen den Welt- und Europameister von 1998 und 2000 durch.

Entsprechend groß ist der Druck bei den Franzosen, wo es offenbar immer größere Probleme zwischen der Mannschaft und dem umstrittenen Trainer Raymond Domenech gibt.

Spanier hofft auf Schützenhilfe

Europameister Spanien, in Gruppe 5 mit 21 Punkten souveräner Tabellenführer, muss gegen Estland gewinnen und darauf hoffen, dass Bosnien-Herzegowina (15) im Verfolgerduell nicht gegen die Türkei (11) siegt.

Slowaken träumen vom großen Coup

In Gruppe 3 führt die Slowakei die Tabelle mit 16 Punkten aus sieben Spielen an.

Ein Sieg gegen Verfolger Nordirland (14 Punkte aus acht Spielen) und ein gleichzeitiges Unentschieden zwischen Slowenien und Polen (beide 11/7) würde die WM-Teilnahme bedeuten.

Tschechien hat als Fünfter bereits sieben Punkte Rückstand auf die Slowakei. Ein Sieg gegen Schlusslicht San Marino könnte zumindest die Hoffnung auf Platz zwei aufrecht erhalten.

Dänemark kurz vor dem Ziel

In Gruppe 1 müsste Tabellenführer Dänemark (17 Punkte aus sieben Spielen) in Albanien gewinnen und auf Punktverluste der Verfolger aus Ungarn (13/7) und Schweden (12/7) hoffen.

Ungarn trifft in Budapest auf Portugal (10/7), das mit einem Sieg seine Hoffnungen, zumindest noch Platz zwei und somit die Playoffs zu erreichen, wahren will. Schweden will sich auf Malta keine Blöße geben.

Schweiz in Lettland unter Druck

In den übrigen Gruppen kann am Mittwoch noch keine Entscheidung im Kampf um die direkte Qualifikation fallen.

Die Schweiz könnte in Gruppe 2 jedoch einen gewaltigen Schritt machen.

Mit einem Sieg in Lettland hätte das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld vor den noch ausstehenden Partien in Luxemburg und gegen Israel weiter alles in eigener Hand.

Sollten aber die Letten gewinnen und gleichzeitig Griechenland in Moldawien erfolgreich sein, hätten alle drei Mannschaften 16 Punkte.

Italien kann Vorsprung ausbauen

Die Gruppe 8 führt Italien mit 17 Punkten aus sieben Spielen vor Irland (16/8) an. Mit einem Sieg gegen Bulgarien (11/7) hätte der Weltmeister zumindest Platz zwei sicher.

Am 10. Oktober kommt es in Dublin zum wahrscheinlich entscheidenden Spiel zwischen Irland und der "Squadra Azzurra".

Schottland zum Siegen verdammt

In Gruppe 9 stehen die Niederlande bereits als WM-Teilnehmer fest. Schottland, mit zehn Punkten Zweiter und Aspirant auf einen Playoff-Platz, braucht gegen die "Elftal" einen Sieg, um die Verfolger auf Distanz zu halten.

Die heißen Norwegen und Mazedonien, haben beide sieben Punkte und spielen am Mittwochabend gegeneinander.

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