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Leo Beenhakker übernahm Polen 2006 und führte das Team zur EM 2008 © getty

Nach den Niederlagen von Belgien und Polen müssen die Trainer die Konsequenzen tragen. Belgien hat den Nachfolger quasi parat.

München - Gleich zwei europäische Teams haben nach Niederlagen am Mittwoch in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika Trainerwechsel vollzogen.

Polens Nationalcoach Leo Beenhakker wurde nach dem nahezu perfekten Aus seines Teams in der WM-Auscheidung entlassen.

Unmittelbar nach der 1:2-Niederlage Belgiens im WM-Qualifikationsspiel gegen Armenien in Jeriwan war der belgische Interims-Coach Franky Vercauteren zurückgetreten.

Am vergangenen Samstag waren die "Roten Teufel" bereits von Europameister Spanien bei der 0:5-Pleite förmlich überrollt worden. (DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Polens WM-Chance nur noch gering

Die Trennung vom niederländischen Coach Beenhakker gab Polens Verbands-Präsident Grzegorz Lato nach der 0:3-Niederlage des früheren WM-Dritten am Mittwoch in Slowenien bekannt.

"Das war das letzte Spiel von Leo Beenhakker in seiner Rolle als Trainer der polnischen Nationalmannschaft" sagte Lato im Fernsehen.

Polen, zusammen mit der Ukraine Gastgeber bei der EURO 2012, hat in der Europa-Gruppe 3 als Tabellenfünfter zwei Runden vor Abschluss nur noch theoretische Chancen auf ein Ticket zur WM-Endrunde in Südafrika.

2008 bei der EM dabei

Beenhakker betreute das polnische Team seit 2006. Unter der Leitung des 67-Jährigen hatten sich die Osteuropäer für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz qualifiziert.

In der Gruppenphase waren die Polen Gegner der DFB-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes.

Belgien nur vierter

Auch in Belgien war man mit dem Abschneiden in der WM-Quali nicht zufrieden.

Mit einem Sieg in Armenien hätte der EM-Co-Gastgeber von 2000 noch theoretisch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz und damit auf die Play-offs gehabt.

Mit der Niederlage in Armenien verpasste Belgien erneut die WM-Qualifikation. Belgien ist nach acht Spielen Tabellenvierter der Gruppe 5 .

Der ehemalige Nationalspieler Vercauteren steht Belgien bei den letzten beiden Spielen gegen die Türkei und Estland nicht mehr als Coach zur Verfügung.

Advocaat als Nachfolger

Sein Vertrag wäre im Dezember ausgelaufen. Im Januar 2010 sollte der ehemalige niederländische Bondscoach und frühere Gladbacher Bundesliga-Coach Dick Advocaat seine Nachfolge antreten.

Advocaat wurde im August bei Zenit St. Petersburg als Trainer entlassen.

"Wir wissen im Augenblick nicht, ob Dick Advocaat mit seiner Arbeit eher beginnt. Dafür ist es zu früh. Wir müssen jetzt alles prüfen", sagte Nicolas Cornu, Pressesprecher des belgischen Fußballverbandes KBVB, dem TV-Sender "Sporza".

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