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Giovanni Trapattoni beerbte 2008 Steve Staunton als irischer Nationaltrainer © getty

Beim Wiedersehen mit seinem Ex-Team will Irlands Trainer Trapattoni seine Landsleute ärgern. Italien reicht ein Unentschieden.

Dublin - Giovanni Trapattoni will Italien ein Bein stellen.

"Wir können den Weltmeister schlagen", sagte der Trainer der irischen Nationalmannschaft vor dem Wiedersehen mit seinen Landsleuten im WM-Qualifikationsspiel am Samstag (alle Partien ab 15.45 Uhr LIVE) in Dublin.

Gut fünf Jahre nach dem Ende seines Engagements als Chef der Azzurri kann der 70-Jährige mit seinem Team die Party des Titelverteidigers für das vorzeitige Erreichen der WM-Endrunde in Südafrika zumindest in Dublin verhindern.

Ein Punkt reicht Italien

Ein Punkt würde Italien gegen Irland bereits genügen, um den Sieg in der Gruppe 8 sicherzustellen.

Bei einer Niederlage wäre die Entscheidung allerdings auf das Heimspiel gegen Zypern am kommenden Mittwoch verschoben.

Für die Iren geht es realistisch gesehen wohl nur noch um Platz zwei, der ihnen mit einem Sieg gegen die Italiener aber nicht mehr zu nehmen wäre.

"Ich weiß, was uns bevorsteht, und ich werde mein Team darauf einstellen", sagt Trapattoni.

Iren noch ungeschlagen

Beim Hinspiel im April in Italien konnte der Außenseiter dem großen Favoriten immerhin ein 1:1 abtrotzen.

"Diesmal wollen wir einen Schritt weiter gehen und uns nicht mit einem Punkt begnügen", erklärt "Trap".

In acht Spielen der Qualifikation sind die Iren bislang ungeschlagen, weisen aber vier Punkte weniger als Italien (20 Punkte) auf.

Lippi: "Kein Selbstläufer"

Für Italiens Trainer Marcello Lippi ist das Erreichen der WM-Endrunde im kommenden Jahr in Südafrika dennoch kein Selbstläufer.

"Uns stehen die wichtigsten Tage der letzten zwei Jahre bevor", sagt der Coach vor den beiden abschließenden Spielen.

Doch an eine Schlappe auf der grünen Insel mag keiner denken. "Es ist wichtig, dass wir uns schon am Samstag qualifizieren - nicht nur für mich persönlich", erklärt Lippi, der bei seinem ersten Engagement 2004 Trapattonis Nachfolge angetreten hatte.

Kapitän Cannavaro gesperrt

Verzichten muss Lippi dabei allerdings auf Teamkapitän und Abwehrchef Fabio Cannavaro. Der Routinier von Juventus Turin muss eine Sperre absitzen und dürfte durch seinen Teamkollegen Nicola Legrottaglie ersetzt werden.

So dürfte das Gerüst der Mannschaft wie zuletzt aus sechs bis sieben Juve-Spielern bestehen.

Irland, das einen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Gruppen-Dritten Bulgarien aufweist, schaut bereits mit einem Auge auf die Playoffs der Gruppen-Zweiten im November.

"Falls es dazu kommt, werden wir als ungesetztes Team sicher auf einen starken Gegner treffen, aber wir können gegen jeden Gegner bestehen", sagt Trapattoni: "Das wollen wir auch gegen Italien beweisen."

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