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Ottmar Hitzfeld ist seit Sommer 2008 Trainer der "Nati", OttoRehhagel(r.) © getty

Die beiden deutschen Trainer streiten sich um Platz eins der WM-Quali: Für Rehhagel geht's dabei auch um die eigene Zukunft.

Berlin - "General" Ottmar Hitzfeld holt zum finalen Schlag aus, "König" Otto Rehhagel dagegen will den Sturz vermeiden:

Im Kampf um die begehrten WM-Tickets gehen die beiden deutschen Trainer-Koryphäen am Samstag (alle Partien ab 15.45 Uhr LIVE) mit höchst unterschiedlichen Voraussetzungen in den vorletzten Qualifikationsspieltag der Gruppe 2.

Die von Hitzfeld trainierte Schweiz will sich für die 1:2-Heimblamage gegen Fußball-Zwerg Luxemburg revanchieren und könnte durch einen Sieg im Großherzogtum bei gleichzeitiger Schützenhilfe von Lettland schon den Sack zumachen.

Rehhagel und Ex-Europameister Griechenland dagegen steht das Wasser bis zum Hals.

"Hellas muss gewinnen"

Gegen die punktgleichen Letten muss gewonnen werden, ansonsten droht "Hellas" sogar Platz zwei - und so im schlimmsten Fall, die Play-off-Spiele zu verpassen.

Obwohl die Formkurve der Griechen mit nur einem Sieg aus den vergangenen acht Länderspielen eindeutig nach unten zeigt, ist Rehhagel optimistisch:

"Die Wahrheit ist, dass wir qualitativ besser besetzt sind. Wir spielen zu Hause mit dem Publikum im Rücken. Alles hängt von uns ab."

Vertrag läuft aus

Ein Scheitern in der WM-Qualifikation könnte nach acht Jahren das Aus für die Ehe Rehhagel/Griechenland bedeuten.

Der Vertrag zwischen dem Nationaltrainer und dem Verband läuft mit der Qualifikationsrunde aus, die Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit wurden auf Eis gelegt.

"Erst spielen wir die Quali zu Ende, dann reden wir", sagte der frühere Bundesliga-Coach, der die Griechen 2004 zum sensationellen EM-Titel geführt hatte.

"König Otto" in der Kritik

Rehhagel, der Griechenland zur zweiten WM-Teilnahme nach 1994 führen will, geriet zuletzt wieder in die Kritik.

Seine eigenwillige Personalpolitik stößt weiter auf Unverständnis. Zuletzt sorgte die Nominierung von Giourkas Seitaridis für Wirbel.

Der bis vor kurzem noch vereinslose Verteidiger wird gegen Lettland wohl in der Startelf beginnen, obwohl er bei seinem neuen Klub Panathinaikos Athen noch keine einzige Minute gespielt hat.

Hitzfeld fest im Sattel

Fest im Sattel sitzt dagegen Hitzfeld, der die Vorstellung, das WM-Ticket ausgerechnet in Luxemburg lösen zu können, "speziell" nennt.

Auch bei den Spielern ist die Schmach vom Hinspiel, als man die einzige Quali-Niederlage kassierte und sich bis auf die Knochen blamierte, noch im Hinterkopf.

"Einfach wird es nicht. Bei mir persönlich ist das Hinspiel noch sehr präsent", sagte Torhüter Diego Benaglio vom deutschen Meister VfL Wolfsburg.

Neben den Revanche-Gelüsten und der Aussicht auf die vorzeitige WM-Qualifikation gibt es einen weiteren Anreiz für die Eidgenossen:

Angesichts von bislang erzielten 996 Toren wird der Jubiläumsschütze des 1000. Treffers für die Schweizer Nationalmannschaft gesucht.

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