vergrößernverkleinern
Cristiano Ronaldo hat bereits 67 Länderspiele für Portugal auf dem Konto © imago

Portugals Superstar Cristiano Ronaldo meldet sich rechtzeitig fit für die Qualifikation. In Frankreich hofft man auf ein Wunder.

München - Direktes Ticket, Playoffs oder bittere Statistenrolle: Der Endspurt um die Plätze bei der WM-Endrunde 2010 in Südafrika wird zur großen Zitterpartie.

"König" Otto Rehhagel befindet sich mit Ex-Europameister Griechenland ebenso wie Portugal mit dem wiedergenesenen Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Ex-Weltmeister Frankreich ohne Superstar Franck Ribery zwischen Hoffen und Bangen.

"General" Ottmar Hitzfeld will mit der Schweiz kein "zweites Luxemburg" erleben. Titelverteidiger Italien könnte die Qualifikation dagegen schon am Samstag perfekt machen (alle Partien ab 15.45 Uhr LIVE) .

Aufatmen in Portugal

Weltfußballer Ronaldo hat seine Sprunggelenkprobleme rechtzeitig überwunden und steht Portugal in den beiden letzten Qualifikationsspielen zur WM-Endrunde 2010 in Südafrika zur Verfügung.

"Ich werde fit sein - sowohl am Samstag als auch am Mittwoch", sagte der 94 Millionen Euro teuere Offensivstar von Real Madrid, der am Freitag am Abschlusstraining der Mannschaft teilnahm.

"Wir müssen und werden bei der WM dabei sein", verkündete Ronaldo fest entschlossen. Selbst in der Hand beziehungsweise auf dem Fuß haben es Portugal und Ronaldo mit 13 Punkten als Dritter der Gruppe 1 hinter Dänemark (18) und Schweden (15) aber nicht mehr.

Die besten Karten haben die vom ehemaligen Bundesligacoach Morten Olsen trainierten Dänen, die im skandinavischen Duell mit Schweden zudem Heimrecht genießen.

Frankreich ohne Ribery

In Frankreich beschwört man im Endspurt neuen Zusammenhalt und die Hoffnung auf ein Wunder.

"Wir wollen eine starke Performance zeigen und so auftreten, dass die Fans wieder an uns glauben", sagte Stürmer Thierry Henry von Champions-League-Sieger FC Barcelona.

Auch ohne den verletzten Bayern-Star Ribery soll der Fußball-Zwerg Färöer nicht zum Stolperstein werden.

FIFA droht Serbien mit Punktabzug

Trotz vier Zählern Rückstand in der Gruppe 7 auf Serbien hat Frankreichs umstrittener Nationalcoach Raymond Domenech den Glauben an die direkte WM-Teilnahme noch nicht aufgegeben.

"Serbien ist noch nicht durch", sagte Domenech. Allerdings müssten die Serben sowohl gegen Rumänien als auch am Mittwoch in Litauen patzen.

Hilfe könnte die Equipe Tricolore noch am grünen Tisch bekommen, denn der Weltverband FIFA hat Serbien bei weiteren Ausschreitungen der Fans mit Punktabzug gedroht.

"Müssen auf der Hut sein"

Der Schweizer "Nati"-Coach Hitzfeld hat die Schmach mit den Eidgenossen aus dem Hinspiel (1:2) noch im Kopf und warnt vor einer "sehr speziellen" Aufgabe in Luxemburg.

"Wir müssen auf der Hut sein. Wir haben erlebt, was passieren kann, wenn man nicht hundertprozentig bei der Sache ist", sagte der ehemalige Meistertrainer von Borussia Dortmund und Bayern München.

Bei einem Schweizer Sieg sowie einem Remis der Griechen gegen Lettland würde sich Hitzfelds Traum von der WM-Teilnahme schon am vorletzten Spieltag erfüllen.

Rehhagel mächtig unter Druck

Doch diesen Gefallen will ihm Rehhagel nicht tun. "Alles hängt von uns ab. Wir sind besser als die Letten und spielen zu Hause mit den Fans im Rücken", verkündete "Rehakles" forsch.

Für die Hellenen, die zum zweiten Mal nach 1994 zur Endrunde wollen, ist alles möglich. Bei einem Patzer der Schweiz winkt die direkte Qualifikation, aber auch die Playoffs oder das bittere Aus drohen.

Neben den punktgleichen Letten kann sich in der Gruppe 2 auch Israel Hoffnung machen. Zudem steht Rehhagel nach nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen mächtig unter Druck.

Ein Scheitern könnte nach acht Jahren das Ende der Ehe Rehhagel/Griechenland bedeuten.

Trapattoni gegen Italien

Alles klar machen will Titelverteidiger Italien, dem in Irland schon ein Remis zum Sieg in der Gruppe 8 reichen würde.

Doch ausgerechnet der ehemalige Nationalcoach Giovanni Trapattoni will der Squadra Azzurri als Chef der Iren ein Bein stellen. "Wir können den Weltmeister schlagen", sagte "Trap".

Auf Schützenhilfe hoffen müssen die Tschechen in der Gruppe 3 ebenso wie EM-Halbfinalist Türkei in der Gruppe 5.

Für beide Teams ist nur noch das Erreichen der Playoffs als Minimalziel möglich.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel