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Bei der WM 2006 flog Simunic erst nach drei gelben Karten vom Platz © getty

Nach der quasi verspielten WM-Teilnahme brodelt es bei der kroatischen Auswahl. Simunic wehrt sich heftig gegen Bilics Vorwürfe, der nun auch selbst in der Kritik steht.

Zagreb - Nach dem Rauswurf aus der kroatischen Nationalmannschaft hat sich Josip Simunic von 1899 Hoffenheim zur Wehr gesetzt und die Vorwürfe von Nationaltrainer Slaven Bilic zurückgewiesen.

"Ich garantiere, dass es keine Handgreiflichkeiten gab und dass wir um 1. 05 Uhr zurück im Hotel waren", sagte der 31 Jahre alte Innenverteidiger der "Bild".

Nach Angaben von Bilic soll Simunic in der Nacht zu Samstag den Zapfenstreich bei der kroatischen Mannschaft überzogen und sich mit seinem Teamkollegen Ivica Krizanac eine tätliche Auseinandersetzung geliefert haben.

Auch Bilic in der Kritik

Am Samstag tauchten in den Medien Handy-Fotos von angetrunkenen Nationalspielern auf.

"Es gab eine Ausschreitung, die unverzeihlich ist. Für mich sind die beiden keine Nationalspieler mehr", sagte Bilic.

Allerdings steht Bilic in den heimischen Medien selbst in der Schusslinie.

"Bis gestern hat die Arena Bilic applaudiert, jetzt hat sie den Daumen gesenkt", schrieb die Zeitung "Jutarnji list" und forderte den Rücktritt von Bilic.

Die sieben Todsünden

Nach Ansicht der "Vecernji list" hat Bilic in Anspielung auf die zu große Nachgiebigkeit gegenüber seinen Spielern "sieben Todsünden" begangen.

Kroatien hat in der Gruppe 6 nur noch theoretische Chancen auf die Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 in Südafrika. (DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Nur noch minimale Chancen

Das Team müsste in Kasachstan gewinnen und gleichzeitig Schützenhilfe des punktlosen Tabellenletzten Andorra gegen die Ukraine erhalten, um noch als Gruppenzweiter in die Play-offs einzuziehen.

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