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C. Ronaldo(r.) und sein Teamkollege Pepe (nicht verwandt mit dem "Hexer" © getty

Cristiano Ronaldo verletzt sich erneut und fehlt sowohl Portugals Nationalteam, als auch Real Madrid. Die Spanier sind empört.

Von Thorsten Mesch

München - Drei bis vier Wochen Pause und jede Menge Wirbel: Cristiano Ronaldos erneute Verletzung sorgt in Portugal und Spanien für Diskussionen ? und wirft Fragen auf:

War es Fahrlässigkeit, Hexerei oder einfach Pech?

Fest steht, dass der Portugiese wegen seiner erneut aufgebrochenen Knöchelverletzung etwa einen Monat pausieren muss.

"Es war fahrlässig, ihn einzusetzen"

Somit wird der "Weltfußballer" seiner Nationalmannschaft am Mittwoch im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Malta ebenso fehlen wie seinem Verein Real Madrid in den kommenden Partien in der spanischen Meisterschaft, Champions League und im spanischen Pokal.

Die "Königlichen" sind darüber alles andere als amüsiert: "Es war fahrlässig, ihn gegen Ungarn einzusetzen", wurden Verantwortlichen des Vereins in den Madrider Sportzeitungen "Marca" und "As" zitiert.

Gegen Ungarn am Knöchel verletzt

Beim 3:0 gegen Ungarn hatte sich Cristiano Ronaldo wieder an seinem erst kürzlich lädierten rechten Knöchel verletzt und musste in der 27. Minute ausgewechselt werden.

"Nach einer neuerlichen Untersuchung ist klar, dass er gegen Malta nicht auflaufen kann", ließ der portugiesische Fußballverband am Sonntag wissen.

Bänderdehnung hat sich verschlimmert

Am Montag teilte Real Madrid mit, dass der im Sommer für 94 Millionen Euro verpflichtete Superstar für etwa einen Monat ausfallen werde.

Die Bänderdehnung, die sich Cristiano Ronaldo bereits Ende September in der Champions League im Spiel gegen Olympique Marseille zugezogen hatte, sei noch nicht auskuriert gewesen und habe sich sogar verschlimmert.

Real-Offizielle sticheln gegen Queiroz

In Richtung von Portugals Nationaltrainer Carlos Queiroz, von 2003 bis 2004 Trainer bei Real, sollen zudem unschöne Worte gefallen sein.

"Es sieht so aus, als habe Queiroz keine guten Erinnerungen an das weiße Haus", meinte ein Offizieller der "Blancos".

Die Madrilenen kündigten an, dass der 24-jährige Portugiese in Zukunft nur dann für ein Länderspiel freigegeben werden, wenn er "wieder 100-prozentig fit" sei.

"Hexer" am Werk?

Derweil hält sich unter einigen Fans das Gerücht, Ronaldos Verletzung sei das Werk des selbst ernannten Hexers "Pepe".

Der Spanier hatte dem Superstar vor zwei Wochen gedroht, ihm mit einem bösen Zauber Schaden zuzufügen. Kurz darauf verletzte sich der Portugiese beim 3:0 gegen Marseille durch ein Foul eines Gegenspielers.

Besagter Hexer behauptet, er agiere im Auftrag einer reichen Frau, die sich nach einer Affäre mit dem Fußballer von diesem betrogen fühlt.

Gegen Malta ohne den Superstar

Sollte Ronaldo tatsächlich für vier Wochen fehlen, würde er Real u.a. im "kleinen" Madrider Derby gegen den FC Getafe und auch im Champions-League-Spiel am 21. Oktober gegen den AC Mailand fehlen.

Portugals Nationalteam fehlt sein Topstar am Mittwoch gegen Malta. (DATENCENTER: Die WM-Qualifikation)

Gegen das noch sieglose Schlusslicht der Gruppe 1 braucht der WM-Vierte von 2006 einen Sieg, um sich als Gruppenzweiter für die Play-offs am 14. und 18. November zu qualifizieren. Doch dann dürfte auch Cristiano Ronaldo wieder fit sein. Es sei denn, "Pepe" hat ihn tatsächlich verhext.

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