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Sami Hyypiä (l.) gewann 2005 mit dem FC Liverpool die UEFA Champions League © getty

Die Skandinavier sind vor dem bedeutungslosem WM-Qualifikationsspiel gegen die DFB-Elf bis in die Haarspitzen motiviert.

Hamburg - Bei ihrer Ankunft in Hamburg gaben sie sich wortkarg und verschlossen, die Finnen wollen lieber auf dem Rasen Taten sprechen lassen.

Vor dem abschließenden Gruppenduell der WM-Qualifikation gegen die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch (ab 17.30 UhrLIVE) in Hamburg erklärt Abwehrchef Sami Hyypiä von Bayer Leverkusen:

"Zu dem Spiel gibt es nicht viel zu sagen, für beide Teams geht es ja um nichts mehr. Wir wollen einfach gut spielen."

Finnland topmotiviert

Doch auch wenn Deutschland seit dem 1:0-Sieg in Russland am vergangenen Samstag vorzeitig für die WM-Endrunde 2010 in Südafrika qualifiziert ist und sie selbst als Gruppendritter keine Chance mehr auf ein WM-Ticket haben, fehlt es den Finnen nicht an Motivation:

"Die Rollen sind ja klar verteilt. Aber wir sind topmotiviert und werden versuchen, den großen Favoriten Deutschland zu schlagen", sagt Abwehrspieler Veli Lampi vom Schweizer Meister FC Zürich.

Klose-Show im Hinspiel

Dieses Kunststück wäre den "Huuhkajat" (Uhus), wie die Mannschaft in ihrer Heimat genannt wird, im Hinspiel vor gut einem Jahr beinahe gelungen.

Dreimal waren die Finnen bei 3:3 gegen die DFB-Elf am 10. September 2008 in Helsinki in Führung gegangen.

Dreimal mussten sie den Ausgleich durch Miroslav Klose hinnehmen.

Finnen sind stolz

"Wir waren damals schon etwas enttäuscht, dass es nicht zum Sieg gereicht hat. Aber wir sind stolz darauf, dass wir das einzige Team sind, das den Deutschen in der Qualifikation Punkte abgenommen hat. Vielleicht gelingt uns das ja nochmal", sagt Hyypiä.

Pasanen ist gesperrt

Der 36-Jährige, der vor der Saison vom FC Liverpool nach Leverkusen wechselte, wird der einzige Deutschland-Legionär in der finnischen Startformation sein.

Stürmer Niklas Tarvajärvi vom Zweitligisten Karlsruher SC wird wohl nur auf der Bank sitzen.

Petri Pasanen von Werder Bremen ist nach seiner zweiten Gelben Karte aus dem Spiel gegen Wales (2:1) gesperrt.

EM-Quali im Blick

Der Bremer Abwehrspieler wird das Spiel seiner Teamkollegen entspannt vor dem Fernseher genießen:

"Mit dem Sieg gegen Wales haben wir uns Platz drei in der Gruppe gesichert. Das war wichtig, damit wir bei der Auslosung der EM-Qualifikation im dritten Lostopf sind", so Pasanen mit Blick auf die Ende nächsten Jahres beginnende Ausscheidung zur Europameisterschaft 2012.

Im Vergleich zum Spiel gegen Wales muss Finnlands Trainer Stuart Baxter sein Team notgedrungen in der Defensive umbauen.

Viele Verletzte

Denn neben Pasanen muss auch Innenverteidiger Hannu Tihinen (FC Zürich) eine Gelbsperre absitzen.

Darüber hinaus steht Abwehrspieler Toni Kallio vom Premier-League-Klub FC Fulham verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Dafür hofft Baxter, im zentralen Mittelfeld wieder auf den zuletzt am Knie lädierten Teemu Tainio (Birmingham City) zurückgreifen zu können.

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