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Berti Vogts trainierte bereits Deutschland, Kuwait, Nigeria und Schottland © getty

Berti Vogts will Aserbaidschan-Coach bleiben. Marek Mintal erwägt den Rücktritt vom Rücktritt. In Südamerika hagelt es Entlassungen.

München - Am Ende der WM-Qualifikation war Berti Vogts zufrieden.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse der WM-Quali)

Der frühere Bundestrainer sammelte mit Aserbaidschan zwar nur fünf Punkte, trotzte am letzten Spieltag aber immerhin Russland ein 1:1 ab.

"Als ich Aserbaidschan im April 2008 übernommen habe, war das Team schwach und überaltert. Jetzt haben wir ein echtes Kollektiv", erklärte der 62-Jährige der russischen Zeitung "Sport Express".

Deshalb kann sich Vogts auch durchaus vorstellen, seinen auslaufenden Vertrag im Kaukasus zu verlängern.

"Ich gehe davon aus, dass ich die Mannschaft auch beim anstehenden Turnier in Dubai betreue und werde mich wegen eines neuen Vertrags in Kürze mit dem Verband zusammensetzen", sagte der Weltmeister von 1974.

Tschertschessow für Vogts?

Die Frage ist nur, ob auch Aserbaidschan weiterhin mit Vogts zusammenarbeiten möchte.

Die Zeitungen in der Hauptstadt Baku brachten zuletzt nämlich auch den Namen Stanislaw Tschertschessow ins Spiel. Der frühere Torhüter von Dynamo Dresden, der derzeit Spartak Moskau trainiert, soll ein heißer Kandidat sein.

Sport1.de hat weitere Splitter zur WM-Qualifikation zusammengefasst: 162841(Bilder der WM-Quali)

Griechenland gesetzt

Aufatmen bei Otto Rehhagel: Die von "König Otto" betreute griechische Nationalmannschaft ist bei der Auslosung der Europa-Playoffs gesetzt - und entgeht damit einem Duell mit Frankreich, Portugal oder Russland.

Das geht aus der von der FIFA veröffentlichten Weltrangliste hervor, in der die Griechen Platz 16 belegen und hinter Frankreich (9. der Rangliste), Portugal (10.) und Russland (12.) die viertbeste für die Ausscheidungsspiele im November qualifizierte Mannschaft stellen.

Mögliche Kontrahenten im Kampf um die letzten vier europäschen WM-Tickets sind die Ukraine (22.), Irland (34.), Bosnien-Herzegowina (42.) und Slowenien (49.).

Mintal wieder für die Slowakei?

Offensivspieler Marek Mintal erwägt nach der Qualifikation der slowakischen Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika einen Rücktritt vom Rücktritt als Auswahlspieler.

"Mit Trainer Vladimir Weiss habe ich keine Probleme, ein kleines Hintertürchen bleibt offen. Wer weiß schon, was in einem halben Jahr ist", sagte der 32 Jahre alte Profi vom 1. FC Nürnberg der "Nürnberger Zeitung".

Mintal hatte vor viereinhalb Monaten nach 45 Länderspielen und 14 Toren seinen Abschied aus dem slowakischen Team bekannt gegeben.

Konzentration auf den Club

"Natürlich ist es schade, wenn man nun sogar die Chance hätte, an einer WM teilzunehmen", sagte er über seinen Rücktritt.

Mintal betonte aber zugleich, dass er wohl an seinem Entschluss festhalten werde, weil er sich erst einmal darauf konzentrieren will, "dass ich gute Leistungen in Nürnberg bringe und wieder meine Tore schieße".

Kolumbiens Coach wirft hin

Kolumbiens Nationaltrainer Eduardo Lara ist nach der verpassten WM-Qualifikation seines Teams zurückgetreten.

Verbandspräsident Luis Bedoya nahm die Demission des Coaches nach rund einjähriger Amtszeit an. Lara, der im September 2008 die Nachfolge des entlassenen Vorgängers Jorge Luis Pinto übernommen hatte, wird bei den Südamerikanern im Junioren-Bereich tätig werden.

Ein Nachfolger steht noch nicht fest. In Verbandskreisen soll eine Lösung mit einem ausländischen Trainer viele Fürsprecher haben.

Auch Ecuador feuert Trainer

Ecuador macht es Kolumbien gleich und beendet die Zusammenarbeit mit Trainer Sixto Vizueto.

"Wir hatten eine Vereinbarung mit ihm bis zur WM in Südafrika. Da wir uns nicht qualifiziert haben, endet der Vertrag heute", sagte Verbandspräsident Luis Chiriboga.

Möglicher Nachfolger ist der Argentinier Edgardo Bauza.

Honduras dankt Gott

Mit einem Dankgottesdienst haben tausende Fans in Honduras die erste Qualifikation ihrer Nationalmannschaft für eine Weltmeisterschaft seit 1982 gefeiert.

In der völlig überfüllten Kirche waren fast alle Gotteshausbesucher in den Nationaltrikots erschienen.

"Die Qualifikation ist ein Wunder Gottes und das gesamte Volk von Honduras hat dieses Wunder verdient", sagte der kolumbianische Nationaltrainer Reinaldo Rueda.

Heimrecht wird ausgelost

Diese acht Mannschaften hatten als beste Zweite der neun europäischen WM-Qualifikationsgruppen die Playoffs erreicht. Norwegen (37.) schied als schlechtester Zweiter aus.

Die Auslosung der K.o.-Duelle, die in Hin- und Rückspielen am 14. und 18. November ausgetragen werden, findet am Montag um 14.00 Uhr in Zürich statt.

Die gesetzten Teams können dabei aber nicht mit einem Rückspiel vor eigenem Publikum rechnen. Das Heimrecht soll in einer seperaten Auslosung bestimmt werden.

Bilic will bleiben

Slaven Bilic will trotz der verpassten Qualifikation Trainer Kroatiens bleiben. Bilic, der nach dem Erreichen des Viertelfinals bei der EM 2008 noch gefeiert wurde, soll nach eigenem Bekunden weiterhin die Rückendeckung des kroatischen Fußball-Verbandes haben.

"Ich glaube an die Mannschaft. Wir haben den Elan, die Motivation und auch eine Verpflichtung gegenüber dem Publikum. Wir wollen unsere Arbeit fortsetzen", sagte der frühere KSC-Profi.

Kroatien hatte in der Qualifikationsgruppe 6 hinter England und der Ukraine nur den dritten Platz belegt und damit die WM verpasst.

"Wir mussten viele Rückschläge durch Verletzungen verkraften. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal so viel Pech haben werden", sagte Bilic, der im Jahr 2006 das Amt des Nationaltrainers übernommen hatte.

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