vergrößernverkleinern
OttoRehhagel ist seit 2001 Trainer der griechischen Nationalmannschaft © imago

In den Playoffs um die letzten WM-Plätze will Rehhagel mit seinen Griechen gegen die Ukraine bestehen. Auch Frankreich bangt.

Von Thorsten Mesch

München ? Russland, Frankreich, Griechenland und Portugal auf der einen, Slowenien, Irland, die Ukraine und Bosnien-Herzegowina auf der anderen Seite.

In den europäischen WM-Playoffs treffen vier etablierte Fußballnationen auf krasse Außenseiter oder zumindest auf Mannschaften, die international bisher kaum etwas vorzuweisen haben. 162841(Bilder der WM-Quali)

Vier Duelle um die letzten europäischen Startplätze für die Titelkämpfe in Südafrika, in denen die Favoriten sich keine Schwäche erlauben können. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spieplan WM-Quali)

Vier Duelle auch, in denen jeweils mindestens ein Protagonist auch den deutschen Fans gut bekannt ist.

Sport1.de fasst vor den Playoff-Hinspielen (alle Spiele ab 16.45 Uhr LIVE) die Fakten zu den Partien zusammen:

Russland ? Slowenien (17 Uhr)

Deutschlands Gruppengegner trifft in Moskau auf das Abwehrbollwerk aus Slowenien. "Sie verteidigen perfekt", sagt Russlands niederländischer Trainer Guus Hiddink, "außerdem nutzen sie vorne fast jede Chance."

Für slowenische Tore ist unter anderem der Kölner Milivoje Novakovic zuständig. Sein Vereinskollege Miso Brecko soll in der Abwehr Gegentreffer verhindern.

Slowenien hofft auf seine zweite WM-Endrunde, Hiddink allein war schon mit seinem Heimatland, Australien und Südkorea bei einer WM zu Gast.

Griechenland ? Ukraine (19 Uhr)

Zwischen dem Europameister von 2004 und dem WM-Teilnehmer von 2006 ist ein offener Schlagabtausch zu erwarten.

Griechenlands Trainer Otto Rehhagel baut vor allem auf Stürmer Theofanis Gekas. Der Leverkusener, für Bochum einst Bundesliga-Torschützenkönig, war in der Gruppenphase der WM-Qualifikation mit zehn Treffern der erfolgreichste Torjäger.

Bayern-Neuzugang Anatoliy Tymoshchuk rührt das jedoch nicht. "Dass er so viele Treffer erzielt hat, ist toll für ihn. Wir wollen jedoch unseren eigenen Stil spielen", so der Mittelfeld-Antreiber der Ukraine.

Irland ? Frankreich (21 Uhr)

Die deutschen Fans kennen Irlands Trainer-"Maestro" Giovanni Trapattoni aus seinen Gastspielen beim FC Bayern und VfB Stuttgart.

Wie er einst in Italien als Trainer von Inter in den Mailänder Derbys den AC Milan ärgerte, will er nun Frankreichs Starensemble aus dem Rennen werfen.

"Wir sind nicht berühmt, aber wir sind Krieger", erklärt Trapattoni und gibt ? wenig überraschend - die Marschroute für das Hinspiel in Dublin aus: "Wir müssen versuchen, zu Hause kein Tor zu kassieren."

Für Domenech geht's um den Job

Frankreichs Trainer Raymond Domenech muss im Croke Park auf Franck Ribery verzichten.

Der ungeliebte Coach muss die WM-Teilnahme schaffen, sonst dürfte er seinen Job los sein. "Ich weiß, dass meine Männer bereit sind", sagt Domenech.

In den vergangenen sieben Pflichtspielen erzielten Domenechs Spieler zwar 13 Tore, acht davon allerdings zuletzt gegen Färöer und Österreich. In den fünf Spielen davor begnügten sich die Franzosen mit jeweils einem Treffer.

Portugal ? Bosnien-Herzegowina (21.30 Uhr)

"Es ist ein Finale über 180 Minuten. In Lissabon wird also nur die erste Halbzeit gespielt", sagt Portugals Trainer Carlos Queiroz vor dem Match gegen die "Bundesliga-Allstars" aus Bosnien-Herzegowina.

Während Gästecoach Miroslav Blasevic auf die Wolfsburger Offensiv-Achse Zvejzdan Misimovic und Edin Zeko sowie das Hoffenheimer Duo Sejad Salihovic und Vedad Ibisevic setzt, muss Queiroz auf seinen Schlüsselspieler verzichten.

Wegen einer Knöchelverletzung wird Cristiano Ronaldo lediglich als Tribünengast im Stadion des Lichts sein.

Misimovic setzt auf eigene Offensive

"Dzeko, Zlatan Muslimovic und Misimovic. Jeder von denen kann ein Spiel allein entscheiden", weiß Queiroz um die Stärke der Gäste.

Auch Bosniens Zvjezdan Misimovic ist sich im Interview mit Sport1.de sicher: "Unsere Stärke liegt klar in der Offensive, wir haben mit die meisten Tore in der gesamten Qualifikation geschossen."

Und weiter: "Vorne sind wir sehr gut besetzt. Und nur weil wir gegen Portugal spielen, dürfen wir unseren Stil nicht ändern. Wir müssen nach vorne spielen und unsere Torchancen nutzen."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel