vergrößernverkleinern
Sergio Ramos (M.) bejubelt mit seinen Mitspielern das 2:1 von Xabi Alonso © getty

England und Argentinien haben das Nachsehen, zwischen Italien und den Niederlanden fallen dagegen keine Tore. Hitzfeld verliert.

München - Brasilien und Spanien haben wichtige Prestigesiege feiern können, Weltmeister Italien dagegen sucht weiter seine WM-Form.

Die "Selecao" schlug England und Europameister Spanien besiegte Argentinien, während die Italiener und die Niederlande sich torlos trennten.

Dabei zeigte das Team von Trainer Marcello Lippi über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.

Klare Torchancen sprangen für die Azzurri, für die der Münchner Luca Toni gar nicht nominiert worden war, nicht heraus.

Italiens Siegtor wegen Handspiels aberkannt

Das vermeintliche Siegtor in der 83. Minute durch Pazzini wurde nach einigen Diskussionen vom Schweizer Schiedsrichter Claudio Circhetta zurückgenommen, weil es eindeutig mit der Hand erzielt worden war.

Oranje war in Pescara über die gesamte Spielzeit die zielstrebigere Mannschaft und hatte in einer Partie auf mäßigem Niveau die beste Möglichkeit zum Siegtreffer. 162841(DIASHOW: Die WM-Teilnehmer).

Dirk Kuyt vom englischen Rekordmeister FC Liverpool verfehlte in der 20. Minute nur knapp das Tor.

Bei den Niederländern bot Bondscoach Bert van Marwijk die Bundesliga-Profis Eljero Elia und Joris Mathijsen vom Hamburger SV sowie Mark van Bommel von Bayern München auf.

Der Münchner Arjen Robben fehlte verletzt.

Nächste Enttäuschung für Argentinien und Maradona

Der zweimalige Weltmeister Argentinien mit Trainer Diego Maradona musste eine weitere Pleite hinnehmen.

Die Südamerikaner kassierten beim 1:2 (0:1) in Spanien bereits die fünfte Niederlage aus den letzten elf Spielen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan WM-Quali).

Xabi Alonso avancierte mit zwei Treffern (16. und 86., Handelfmeter) zum Matchwinner bei den Spaniern, die nur eines ihrer letzten 43 Spiele verloren.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Argentinier, die sich in der WM-Qualifikation glanzlos zum Endrunden-Ticket gezittert hatten, markierte Superstar Lionel Messi mit einem verwandelten Foulelfmeter (62.).

Demichelis der große Pechvogel

Großer Pechvogel bei den Gästen war Bayern-Profi Martin Demichelis, der den Strafstoß zum 1:2 verursachte und in der Nachspielzeit aus einem Meter Torentfernung den Ausgleich vergab.

Für Maradona geht es bereits am Sonntag weiter nach Zürich.

Im Hauptquartier des Weltverbandes FIFA muss sich der frühere Weltklasse-Fußballer für seine Schimpftiraden und beleidigenden Gesten gegenüber Journalisten nach dem 1:0 im Oktober gegen Uruguay verantworten.

Argentiniens Idol und Nationaltrainer drohen nach der Anhörung in Zürich bis zu fünf Spiele Sperre und eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Euro.

Braslien bleibt Englands Angstgegner

Brasilien bleibt für England der Angstgegner Nummer eins.

Die Selecao siegte in einem Länderspiel in Doha 1:0 (0:0) gegen die stark ersatzgeschwächten Mannschaft von Trainer Fabio Capello und ist damit seit über 19 Jahren gegen England unbesiegt.

Am 28. März 1990 gab es im Londoner Wembleystadion den letzten von nur drei Siegen für die Three Lions in 23 Duellen gegen Brasilien.

Bei sommerlichen Temperaturen von knapp 30 Grad in Katar erzielte Stürmer Nilmar den Siegtreffer für den fünfmaligen Weltmeister (47.).

Allerdings musste England auf eine Vielzahl seiner Stars verzichten.

So fehlten unter anderen Frank Lampard, John Terry, Steven Gerrard, Rio Ferdinand, Ashley Cole, Aaron Lennon and David James. Damit trug Jungstar Wayne Rooney in seinem 57. Länderspiel erstmals die Kapitänsbinde.

Sein Debüt für die Selecao gab der Hoffenheimer Carlos Eduardo, der in der 81. Minute eingewechselt wurde.

Hitzfeld unterliegt mit Schweiz gegen Norwegen

Ottmar Hitzfeld hat mit der Schweiz den ersten Test für die WM in Südafrika verpatzt

Die Eidgenossen, die sich als Gruppenerste qualifiziert hatten, leisteten sich in Genf eine 0:1 (0: 0)-Heimniederlage gegen Norwegen.

John Carew erzielte in der 48. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter das entscheidende Tor für die Gäste, die die erste WM auf dem Schwarzen Kontinent verpasst hatten.

Im Hitzfeld-Team standen Diego Benaglio vom Deutschen Meister VfL Wolfsburg, Pirmin Schwegler von Eintracht Frankfurt sowie Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok von Bayer Leverkusen in der Startelf.

Der Berliner Steve van Bergen und Albert Bunjaku vom 1. FC Nürnberg wurden zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

"Bafana, Bafana" bei Parreira-Comeback mit Nullnummer

Bei der Rückkehr von Carlos Alberto Parreira auf die Trainerbank hat WM-Gastgeber Südafrika ein Erfolgserlebnis verpasst.

"Bafana, Bafana" erreichten im ersten Spiel unter ihrem neuen Coach in Port Elizabeth nur ein 0:0 gegen WM-Teilnehmer Japan.

Der Brasilianer, der schon bis April 2008 die Südafrikaner betreut hatte, löste vor drei Wochen seinen Landsmann Joel Santana nach acht Niederlagen in neun Partien ab.

WM-Neuling Slowakei gewann gegen die USA mit 1:0. In Bratislava sorgte Marek Hamsik vom italienischen Erstligisten SSC Neapel in der 27. Minute für die Entscheidung.

Die Testspiele im Überblick:

Slowakei - USA in Bratislava 1:0 (1:0)

Estland - Albanien in Tallinn 0:0

Wales - Schottland in Cardiff 3:0 (3:0)

Mazedonien - Kanada in Strumica 3:0 (0:0)

Polen - Rumänien in Warschau 0:1 (0:0)

Kroatien - Liechtenstein in Vinkovci 5:0 (3:0)

Schweiz - Norwegen in Genf 0:1 (0:0)

Brasilien - England in Doha 1:0 (0:0)

Nordirland - Serbien in Belfast 0:1 (0:0)

Luxemburg - Island in Luxemburg-Stadt 1:1 (0:0)

Dänemark - Südkorea in Esbjerg 0:0

Belgien - Ungarn in Gent 3:0 (1:0)

Italien - Niederlande in Pescara 0:0

Spanien - Argentinien in Madrid 2:1 (1:0)

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel