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Nilmar (r.) wechselte vor der Saison zum FC Villarreal statt nach Wolfsburg © getty

Gegen den Rekordweltmeister gibt's für die Briten wieder nichts zu holen. Argentinien verliert in Spanien. Auch Hitzfelds Schweizer patzen.

München - Siege für Rekordweltmeister Brasilien und EM-Champion Spanien, Heimpleite für Ottmar Hitzfelds Schweizer und Nullnummern für Titelverteidiger Italien und Südafrikas neuen Trainer Carlos Alberto Parreira:

Sieben Monate vor der WM präsentierten sich die Teilnehmer in ersten Tests noch in sehr unterschiedlicher Form.

Der fünfmalige Weltmeister Brasilien siegte in Doha 1:0 (0:0) gegen England und bleibt damit für das Fußball-Mutterland der Angstgegner Nummer eins.

Die Selecao ist damit seit über 19 Jahren gegen die Three Lions unbesiegt. Europameister Spanien setzte seine Erfolgsserie auch beim 2:1 (1:0) gegen Argentinien fort und hat nur eines seiner letzten 43 Spiele verloren.

Messi-Tor reicht Argentinien nicht

Beim alten Rivalen Argentinien konnte auch Lionel Messi die fünfte Niederlage aus den letzten elf Spielen nicht verhindern. Der Superstar des FC Barcelona markierte mit einem verwandelten Foulelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich (62.).

Doch Xabi Alonso, der schon in der 16. Minute getroffen hatte, avancierte ebenfalls mit einem verwandelten Foulelfmeter (86.) zum Matchwinner.

"Die erste Halbzeit gehörte Spanien, aber danach waren wir tonangebend. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden", sagte der argentinische Trainer Diego Maradona, der am Sonntag zur Anhörung beim Weltverband FIFA in Zürich aufgrund seiner verbalen Ausraster gegen Journalisten erscheinen musste.

Sein 100. Länderspiel für den EM-Champion bestritt der spanische Keeper Iker Casillas. "Es ist niemals leicht, gegen Argentinien zu spielen. Immerhin haben wir ein Weltkasseteam geschlagen", sagte der Real-Schlussmann.

Nilmar trifft gegen England

Bei sommerlichen Temperaturen von 28 Grad in Katar erzielte Stürmer Nilmar den Siegtreffer für Brasilien gegen ersatzgeschwächte Engländer (47.). Luis Fabiano (57.) setzte zudem einen Foulelfmeter über das Tor.

"Brasilien hat eine starke Mannschaft. Wenn wir komplett gewesen wären, hätten wir sie aber geschlagen", sagte der verletzt fehlende englische Kapitän John Terry, der auf der Bank das Spiel verfolgte.

Jungstar Wayne Rooney trug für England in seinem 57. Länderspiel erstmals die Kapitänsbinde. Sein Debüt für Brasilien gab der Hoffenheimer Carlos Eduardo, der in der 81. Minute eingewechselt wurde.

Hitzfeld patzt gegen Norwegen

Hitzfeld leistete sich mit der Schweiz in Genf eine 0:1 (0: 0)-Heimniederlage gegen Norwegen. In Genf erzielte John Carew in der 48. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter das entscheidende Tor für die Norweger.

Im Hitzfeld-Team standen die Bundesliga-Profis Diego Benaglio vom deutschen Meister VfL Wolfsburg, Pirmin Schwegler von Eintracht Frankfurt sowie Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok von Bayer Leverkusen in der Startelf.

Der Berliner Steve van Bergen und Albert Bunjaku vom 1. FC Nürnberg wurden zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

Nullnummern in Südafrika und Italien

Keine Tore sah auch Rückkehrer Parreira in Port Elizabeth gegen Japan. WM-Gastgeber Südafrika verpasste im ersten Spiel mit dem Brasilianer auf der Bank seit April 2008 ein Erfolgserlebnis. Parreira hatte vor drei Wochen seinen Landsmann Joel Santana nach acht Niederlagen in neun Partien abgelöst.

Sieben Minuten vor Schluss jubelte Italien über den vermeintlichen Siegtreffer, der jedoch nach einigen Diskussionen vom Schweizer Schiedsrichter Claudio Circhetta zurückgenommen wurde, weil er eindeutig mit der Hand erzielt worden war.

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