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Andrej Arschawin (M.) wechselte im Februar 2009 zum Arsenal nach London © getty

Eine vermeintliche Tätlichkeit des Arsenal-Stürmers verärgert die Slowenen. Hiddink hadert mit der Chancenausbeute und bangt.

Moskau - EM-Halbfinalist Russland muss zittern, Außenseiter Slowenien wittert dagegen Morgenluft: Ein Gegentreffer in der 87. Minute lässt die russische Nationalmannschaft um die zehnte WM-Teilnahme bangen.

Der deutsche Gruppengegner kam im Playoff-Hinspiel der WM-Qualifikation gegen die Slowenen mit den Kölner Bundesliga-Profis Milivoje Novakovic und Miso Brecko über ein 2:1 (1:0) nicht hinaus. 162841(Bilder der WM-Quali)

Dabei gelang den Gästen durch Einwechselspieler Nejc Pecnik von Nacional Funchal (Portugal) drei Minuten vor Schluss der so wichtige Anschlusstreffer.

Damit kann sich Slowenien bereits mit einem 1:0 am Mittwoch im Rückspiel in Maribor (ab 20.30 Uhr LIVE) zum zweiten Mal nach 2002 für eine WM-Endrunde qualifizieren.

Hiddink bemängelt Chancenverwertung

"Wir hatten einen 2:0-Vorsprung und viele Chancen, um das Ergebnis noch zu erhöhen. Aber ich denke, wir sind in der Lage in Maribor zu gewinen und uns das WM-Ticket zu sichern", sagte der russische Nationaltrainer Guus Hiddink.(DATENCENTER: Ergebnisse und Spieplan WM-Quali)

Sein slowenischer Kollege Matjaz Kek kommentierte: "Wir haben nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Dieses Resultat gibt uns eine Chance im Rückspiel."

Sauer war indes Brecko auf den russischen Superstar Andrej Arschawin vom FC Arsenal. "Arschawin hat mich geschlagen. Meiner Meinung nach war das eine klare Rote Karte", sagte er dem "Express".

Der FC-Profi sprach damit das rüde Einsteigen Arschawins kurz vor der Halbzeitpause im Mittelkreis. Der England-Legionär Arschawin kam mit einer Verwarnung gut davon.

Novakovic kritisiert Schiedsrichter

Kölns Kapitän Novakovic kritisierte den Unparteischen Claus Bo Larsen (Dänemark) und ergänzte: "So ist das, wenn du ein großes Land bist und gegen ein kleines spielst. Der Schiri hat alles für dir Russen gepfiffen."

Mit Blick auf die Chancen Sloweniens in der WM-Qualifikation meinte "Nova": "Unsere Chancen liegen jetzt bei 50: 50."

Lange Zeit hatte es für die Russen glänzend ausgesehen, nachdem Dinijar Biljaletdinow (40. und 51.) zweimal getroffen hatte. Sollten sich die Russen qualifizieren, würde Hiddink zum vierten Mal in Folge an einer WM teilnehmen:

Russland lange klar besser

1998 mit seinem Heimatland Niederlande, 2002 mit Südkorea und 2006 mit Australien. Russland hatte in der Gruppenphase der WM-Qualifikation hinter Vize-Europameister Deutschland den zweiten Platz belegt, die Slowenen waren ihrerseits gegen die Slowakei im Hintertreffen.

75.000 Zuschauer sahen im ausverkauften Luschniki-Park über weite Strecken einen Klassenunterschied. Die Gastgeber waren die überlegene Mannschaft und bestimmten angeführt von Arschawin Ball und Gegner.

Die Slowenen bewahrten aber die Nerven und schlugen kurz vor dem Ende durch Pecnik, der erst in der 82. Minute eingewechselt worden war, zurück.

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