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Diego Maradona wurde viermal zu Argentiniens Fußballer des Jahres gewählt © getty

Argentiniens Nationalcoach wird für zwei Monate gesperrt. Gegen Deutschland wird Maradona wieder auf der Bank sitzen können.

Zürich - Diego Maradona ist nach seinen obszönen Schimpftiraden auf Journalisten vom Fußball-Weltverband FIFA für zwei Monate gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von 16.565 Euro belegt worden.

Argentiniens Idol und Nationaltrainer muss somit beim Länderspiel am 16. Dezember gegen Tschechien eine Zwangspause einlegen.

Bei der Partie am 3. März 2010 in München gegen die deutsche Nationalmannschaft darf der ehemalige Weltstar wieder auf der Trainerbank sitzen.

Das entschied am Sonntag die FIFA-Disziplinarkommission nach einer Anhörung in Zürich.

Maradona entschuldigt sich

Maradona, der damit vom 15. November bis zum 15. Januar gesperrt ist, stand während der dreistündigen Sitzung 40 Minuten lang Rede und Antwort. Der Weltmeister von 1986 habe "bei der FIFA und der weltweiten Fußball-Familie" um Entschuldigung gebeten.

Dies hat sich laut FIFA strafmildernd ausgewirkt.

Rundumschlag nach Sieg gegen Uruguay

Nach dem 1:0-Sieg des zweimaligen Weltmeisters gegen Uruguay und der damit verbundenen direkten Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika hatte sich Maradona einen verbalen Rundumschlag gegen die kritischen Journalisten aus seiner Heimat geleistet. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der WM-Quali)

Dabei war er in die Vulgärsprache abgeglitten. Unter anderem fielen Sätze wie "Ihr könnt mir einen blasen - die Frauen mögen mir das verzeihen". Zudem zeigte er bei der Abfahrt mit dem Mannschaftsbus einige beleidigende Gesten.

Reue zeigte Maradona vor der Anhörung nicht.

Vor Anhörung keine Reue gezeigt

"Ich bereue meine Aussagen nicht. Das war eine große Befreiung. Wenn wir uns nicht qualifiziert hätten, hätte ich nach Haiti auswandern müssen. Ich wäre erschossen worden. Aber ich wusste, dass ich mich mit der WM-Qualifikation an den Journalisten rächen werde", sagte er nach den Vorfällen vom 14. Oktober.

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