Frankreichs Weiterkommen wirft die Frage nach dem Videobeweis und der Abschaffung von Setzlisten auf.

Frankreich hat es geschafft. Mit der "Hand Henrys", viel Glück und trotz des stets umstrittenen und eigenwilligen Trainers Raymond Domenech.

Felicitacions nach Frankreich und Mitgefühl für Giovanni Trapattonis sympathische Iren, die nie aufgegeben und an der Sensation gekratzt haben.

Der Vize-Weltmeister ist bei der WM in Südafrika dabei, wie auch Weltmeister Italien, Brasilien, Argentinien, Spanien, die Niederlande, England, Portugal und die deutsche Mannschaft.

Respekt gebührt Otto Rehhagel, der eine limitierte, aber disziplinierte griechische Mannschaft zum Sieg in der Ukraine geführt hat und sich somit ebenso den Traum von einer WM-Teilnahme erfüllt hat wie Ottmar Hitzfeld mit den Schweizern, die in der Gruppenphase vor den Griechen lagen.

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Guus Hiddink war schon mit den Niederlanden, Südkorea und Australien als Cheftrainer bei einer Endrunde. Dass er dieses Mal scheiterte, haben sich die Russen in erste Linie selbst zuzuschreiben.

Wie schon zuvor in der Gruppenphase gegen Deutschland war ihre Chancenverwertung in den Playoffs gegen Slowenien grob fahrlässig. Am Ende verloren sie die Nerven, doch selbst in Unterzahl hatten sie im Rückspiel noch Chancen.

Die Slowenen nutzten ihre Gelegenheiten eiskalt aus und sind in Südafrika dabei. Glückwunsch auch an die Kölner Milivoje Novakovic und Miso Brecko sowie Bochums Zlatko Dedic.

Bosnien-Herzegowina hatte Pech bei der Auslosung, vergab im Hinspiel in Portugal beste Torchancen und erzielte in 180 Minuten keinen Treffer. Portugal hat sich das WM-Ticket auch ohne Cristiano Ronaldo verdient.

Die Fans dürfen sich auf den Superstar freuen, der in Südafrika hoffentlich ebenso gesund dabei sein wird wie Brasiliens Kaka, Argentiniens Messi, Spaniens Ballkünstler und Uruguays Torjäger Diego Forlan.

Kompliment auch an die Algerier, die mit ihrem Bundesliga-Trio Anthar Yahia, Karim Ziani und Karim Matmour im Entscheidungsspiel gegen Ägypten die Nerven behielten.

Die Ukrainer, Russen, Bosnier und Iren werden die WM nur als Zuschauer erleben. Sie sollten nicht mit dem Schicksal hadern, sondern einen neuen Anlauf starten.

Und die Verantwortlichen beim Weltverband FIFA sollten sich überlegen, ob man nicht doch den Videobeweis einführt oder die Setzlisten bei den Playoffs abschafft. Denn ein Gruppenkopf, der in der regulären Runde nur Tabellenzweiter wird, hat seinen Favoritenstatus verwirkt.

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