vergrößernverkleinern
Liam Brady (M.) veruscht seine Spieler nach dem Spiel gegen Frankreich zu besänftigen © getty

Wie erwartet hat der irische Antrag auf einen zusätzlichen Startplatz bei der WM keine Chance. Der FIFA-Boss bekommt sein Fett weg.

Kapstadt - Der Fußball-Weltverband FIFA hat eine Teilnahme Irlands an der WM-Endrunde im kommenden Jahr in Südafrika ausgeschlossen.

"Irland wird nicht zur WM eingeladen werden. Ich sage nicht, dass es Schwachsinn ist, aber es ist unmöglich. Es gibt keine Hoffnung, dass an der WM 2010 in Südafrika mehr als 32 Mannschaften teilnehmen werden", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke am Dienstag in Kapstadt.

Der irische Fußball-Verband FAI hatte nach dem umstrittenen Qualifikations-Aus in den Play-off-Spielen gegen Frankreich die FIFA gebeten, als 33. Land an der WM-Endrunde teilnehmen zu dürfen. (DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Zu große organisatorische Probleme

Valcke erklärte jedoch, dass Blatter den Iren bereits deutlich gemacht habe, dass sie keine Erfolgchancen hätten.

Eine Berücksichtigung Irlands würde zu große organisatorische Probleme bringen. Zudem könnten auch andere Länder, die sich von Schiedsrichter-Entscheidungen benachteiligt fühlen, dann Ansprüche anmelden, so der Generalsekretär.

"Wir hatten 853 Qualifikationsspiele. Es ist traurig, dass wir jetzt nur über eines sprechen", meinte Valcke.162841(DIASHOW: Das sind die WM-Teilnehmer)

"Er ist gemeingefährlich"

Irlands Co-Trainer Liam Brady war dagegen außer sich vor Wut und nannte Blatter "eine Peinlichkeit" für die FIFA. Die FAI sei davon ausgegangen, dass die FIFA den Antrag vertraulich behandle.

Stattdessen habe Blatter die Sache öffentlich gemacht, sagte Brady: "Er ist gemeingefährlich - eine Peinlichkeit für die FIFA. Herr Blatter ist offenbar sein eigenes Gesetz."

Henry droht Sperre

Die Iren stützten ihren Bestrebungen darauf, dass sie gegen die Franzosen vor knapp zwei Wochen nur aufgrund eines von Schiedsrichter Martin Hansson unbemerkten Handspiels von Thierry Henryl, in dessen Folge William Gallas das entscheidende 1:1 erzielte, ausgeschieden seien.

"Wir haben angefragt und wollten eine Antwort auf eine angemessene Art und Weise", sagte Brady. Stattdessen habe Blatter in Südafrika auf Kosten der Iren sogar Witze gerissen: "Ich denke, mein Land hätte von Blatter mehr Beachtung verdient."

Nachdem zwei irische Anträge auf Wiederholung gescheitert waren, droht dem Sünder nun doch ein Nachspiel. Laut "Guardian" verhandelt die FIFA am Mittwoch über eine Sperre für Thierry Henry.

Zum Forum - hier mitdisktieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel