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Auf dieser Bühne in Kapstadt werden die Gruppen für die WM 2010 ausgelost © getty

Am Freitag werden die Gruppen für das Turnier in Südafrika ausgelost. Den Deutschen droht eine Hammergruppe - oder ein "Spaziergang".

Aus Kapstadt berichtet Martin Volkmar

Kapstadt - Fast überall in Kapstadt wird im Moment gearbeitet.

Alles soll bis zum Freitag hergerichtet sein, wenn die Welt auf die Drei-Millionen-Metropole in Südafrika schaut.

Die mit Spannung erwartete Auslosung der WM-Gruppen soll eine 90-minütige Show der Superlative werden, die von rund 200 Millionen TV-Zuschauern verfolgt werden wird. 162841(DIASHOW: Das sind die WM-Teilnehmer)

Großes Aufgebot an Stargästen

Neben Staatspräsident Jacob Zuma werden unter anderem Südafrikas Oscar-Gewinnerin Charlize Theron, Englands Superstar David Beckham und der äthiopische Leichtathletik-Olympiasieger Haile Gebrselassie als Stargäste auftreten.

Doch im Mittelpunkt stehen nicht Menschen, sondern Loskugeln. Die Festlegung der 32 Teilnehmer in die acht Vorrundengruppen ist der Höhepunkt der Veranstaltung im Cape Town International Convention Center.

Keine Chance für Irland

Dass es nach dem irischen Antrag sogar 33 Teams sein könnten, schloss FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke am Dienstag aus.

"Ich will nicht sagen, dass es Nonsens ist, aber es ist unmöglich", erklärte der Belgier. "Da gibt es keine Hoffnung für Irland."

Weit weniger auskunftsfreudig war Valcke dagegen bei der mit Hochspannung erwarteten Frage nach der Zusammensetzung der vier Lostöpfe. Dies soll erst nach einem abschließenden Meeting des WM-Organisationskomitees am Mittwochmittag bekanntgegeben werden.

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Bis dahin wird hinter den Kulissen zwischen den Kontinentalverbänden eifrig um die besten Positionen gefeilscht.

Premium ist dabei natürlich die Einordnung als Gruppenkopf, was neben Gastgeber Südafrika die sieben erfolgreichsten Nationalteams der vergangenen Jahre sein werden.

Unklarheit bei der Gewichtung der Erfolge

Kriterien dafür sind das WM-Abschneiden 2002 und 2006, die Weltrangliste und die letzte WM-Qualifikation, wobei die genaue Gewichtung nicht bekannt ist.

Dennoch wird die deutsche Mannschaft allein aufgrund von Platz zwei und drei bei den vergangenen beiden Endrunden wohl gesetzt sein.

Gleiches gilt für Titelverteidiger Italien, Rekord-Weltmeister Brasilien, Europameister Spanien und vermutlich auch für Argentinien.

Vier Europäer für zwei freie Plätze

Bleiben zwei freie Plätze für die favorisierten Engländer sowie Frankreich, Portugal und die Niederlande.

Entsprechend wäre eine dieser Mannschaften der stärkste Rivale, den die DFB-Elf aus dem zweiten Lostopf mit den restlichen Europäern bekommen könnte.

Darüber hinaus spricht auch sonst vieles für eine regionale Aufteilung: Im dritten Topf wären demnach die fünf afrikanischen und die drei verbliebenen südamerikanischen Teams. In Topf vier landen die Teilnehmer aus Asien, Ozeanien und Nord-/Mittelamerika.

Worst Case: Niederlande, Elfenbeinküste, Mexiko

Entsprechend drohen der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw neben den Niederlanden oder Portugal im schlimmsten Fall auch die Elfenbeinküste und Nigeria sowie Mexiko oder die USA. (DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Genauso wäre aber auch eine Gruppe mit den eher leichten Gegnern Slowakei, Algerien und Honduras denkbar.

Gewissheit über die möglichen Konstellationen wird erst der Mittwoch bringen, doch erst Freitagabend wird endgültig Klarheit bestehen. Entsprechend gelassen versuchte Joachim Löw am Tag vor seiner Abreise nach Kapstadt mit der Situation umzugehen.

"Es ist ja ganz schon ganz gut, dass wir gesetzt sind", meinte der Bundestrainer. "Aber egal, mit wem wir uns in der Vorrunde messen müssen, es wird nicht einfach."

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