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Die Fans in Südafrika sind schon voll und ganz auf die WM 2010 eingestellt © getty

Deutschland ist als Gruppenkopf gesetzt. Doch gibt's eine Hammergruppe mit der Equipe Tricolore, Elfenbeinküste und Mexiko?

Aus Kapstadt berichtet Martin Volkmar

Kapstadt - Die gute Nachricht war erwartet worden:

Die deutsche Nationalmannschaft ist als einer der acht Gruppenköpfe bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gesetzt. 162841(DIASHOW: Das sind die WM-Teilnehmer)

Das gab das WM-Organisationskomitee am Mittwoch in Kapstadt bekannt.

Bierhoff: "Drei schwere Brocken möglich"

"Die Festlegung der Töpfe hat keine großen Überraschungen beschert", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.

Und weiter: "Wir freuen uns jetzt auf die Auslosung, die Spannung wird am Freitag bei allen WM-Teilnehmern groß sein. Für uns ist alles möglich. Wir können durchaus auf drei schwere Brocken in der Vorrunde treffen."

Im schlimmsten Fall droht bei der Auslosung am Freitag (ab 18 Uhr LIVE) eine Hammergruppe mit Frankreich, der Elfenbeinküste und Mexiko.

Auch leichte Gruppe möglich

Genauso wäre aber auch eine relativ leichte Vorrundengruppe mit der Slowakei, Algerien und Honduras denkbar.

Das ergibt sich aus der mit Spannung erwarteten Zusammenstellung der vier Lostöpfe, die nach langem Feilschen ebenfalls festgelegt wurde.

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Grundlage ist allein die Weltrangliste vom Oktober, bei der vorrangig die Ergebnisse der Qualifikation bewertet wurden - und nicht die Playoffs im November.

Oktober-Weltrangliste als Grundlage

Daher sind die ungeschlagen durchmarschierten Teams von Europameister Spanien und den Niederlanden ebenso Gruppenkopf wie die DFB-Auswahl und die souveränen Engländer.

"Wenn man die Ergebnisse der WM-Qualifikation betrachtet, ist es richtig, dass die Niederlande als einer der acht Gruppenköpfe gesetzt sind", meinte Bierhoff dazu.

Das Nachsehen haben dadurch Franzosen und Portugiesen, die sich beide erst in der Relegation für die Endrunde qualifizierten und sich dadurch in der aktuellen Weltrangliste auf Platz fünf und sieben verbesserten - zu spät.

"Das ist der beste Maßstab"

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke bestritt daher auch Vermutungen, dass Frankreich ursprünglich den Vorzug vor den Niederlanden erhalten sollte.

"Es gab keine Änderung. Spanien und Holland haben eine großartige Qualifikation gespielt und alle Spiele gewonnen. Daher ist die Weltrangliste vom Oktober der beste Maßstab", erklärte Valcke.

Als weitere der acht Gruppenköpfe eingestuft wurden darüber hinaus Gastgeber Südafrika, der am 11. Juni das Eröffnungsspiel in Johannesburg bestreiten wird, sowie Titelverteidiger Italien, Rekord-Weltmeister Brasilien und Argentinien.

Frankreich und Portugal stärkste Rivalen in Topf 4

Im Lostopf vier befinden sich dann alle anderen europäischen Teilnehmer mit Vize-Weltmeister Frankreich und dem WM-Vierten Portugal als stärksten Rivalen.

In Topf zwei landeten die Teilnehmer aus Asien, Ozeanien und Nord-/Mittelamerika. Im dritten Topf sind die fünf afrikanischen und die drei verbliebenen südamerikanischen Mannschaften.

Mit dieser geographischen Einteilung sollen mit Ausnahme von Europa kontinentale Vorrundenduelle vermieden werden.

Zutrittsverbot für Maradona

Bei der 90-minütigen Auslosungs-Show am Freitag werden 200 Millionen TV-Zuschauer sowie vor Ort im Cape Town Convention Center zahlreiche Sportstars wie David Beckham und Haile Gebrselassie und fast alle der 32 Nationaltrainer erwartet.

Dazu gehört auch Bundestrainer Joachim Löw, der am Mittwoch anreisen wird, während Diego Maradona von der FIFA nach seiner zweimonatigen Sperre zur "unerwünschten Person" erklärt wurde.

"Für ihn gibt es keine Möglichkeit", sagte Valcke. "Er ist für alle offiziellen FIFA-Veranstaltungen gesperrt, dazu zählt auch die Auslosung. Sollte er trotzdem kommen, wird er von uns keine Akkreditierung erhalten, auch nicht als Journalist."

Die vier Lostöpfe im Überblick:

Topf 1 (Gruppenköpfe): Deutschland, Südafrika (Gastgeber), Italien (Titelverteidiger), Brasilien, Spanien, Argentinien, England, Niederlande

Topf 2 (Asien/Ozeanien/Nord-/Mittelamerika): Australien, Neuseeland, Japan, Nordkorea, Südkorea, Mexiko, USA, Honduras

Topf 3 (Afrika/Südamerika): Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Kamerun, Algerien, Chile, Paraguay, Uruguay

Topf 4 (Europa): Frankreich, Portugal, Schweiz, Griechenland, Dänemark, Serbien, Slowakei, Slowenien

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