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So sieht sie also aus, die deutsche Gruppe D für die WM-vorrunde © getty

Die deutsche Delegation zeigt sich mit der WM-Auslosung zufrieden. Portugals Cristiano Ronaldo ist unglücklich. Die Reaktionen.

München - Australien, Ghana und Serbien - so heißen die Gegner Deutschlands in der Vorrundengruppe D bei der WM 2010.

Die Auslosung in Kapstadt 181303(DIASHOW: Die Bilder) bescherte dem DFB-Team also machbare, aber durchaus unangenehme, Gegner (Hier geht es zum Spielplan).

Die schwerste Gruppe erwischt wohl Rekordweltmeister Brasilien. (GRAFIK: Alle Gruppen im Überblick)

Die "Selecao" trifft zwar auf Exot Nordkorea, aber auch auf die Elfenbeinküste und Portugal.

Sport1.de hat die Reaktionen zur WM-Auslosung:

Joachim Löw (Bundestrainer): "Es ist eine interessante Gruppe. Wir müssen die Herausforderung annehmen. Wichtig ist es, das erste Spiel gegen die Australier zu gewinnen. Dann müssen wir mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein gegen Ghana und Serbien auftreten."

Theo Zwanziger (DFB-Präsident): "Ich denke, der DFB kann mit der Auslosung zufrieden sein. Uns ist eine so genannte Hammergruppe erspart geblieben, aber eine Garantie, dass unsere Nationalmannschaft das Achtelfinale erreicht, ist dieses Los sicher nicht. Auch wenn die drei Gegner vielleicht nicht den ganz großen Namen haben - Australien hat bereits bei der WM 2006 ein sehr gutes Turnier gespielt und ist unglücklich am späteren Weltmeister Italien gescheitert. Serbien ist ein schwierig zu spielender Gegner, der in der Qualifikation immerhin Frankreich hinter sich gelassen hat, und Ghana als afrikanisches Team kann an einem guten Tag auch ein unangenehmer Kontrahent sein. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir das Achtelfinale erreichen."

Oliver Bierhoff (Teammanager Nationalmannschaft): "Wir haben schon durchgeschnauft und sind froh, dass wir einige Gegner wie Frankreich oder die Elfenbeinküste nicht bekommen haben. Es hätte schlimmer kommen können. Aber wir treffen auf kampfstarke Mannschaften, da wird uns alles abverlangt werden, es hat schon einfachere Gruppen bei Weltmeisterschaften gegeben."

Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor): "Liechtenstein und Luxemburg sind nicht dabei, auch Katar nicht. Es gibt keine kleinen Gegner mehr. Ich denke, wir sollten die Gegner mit Respekt behandeln, aber wir müssen die nächste Runde erreichen."

Pim Verbeek (Trainer Australien): "Ich bin aus Holland, und das erste Spiel gegen Deutschland ist deswegen natürlich etwas ganz Besonderes für mich. Danach können wir uns voll auf Ghana und Serbien konzentrieren - ich bin sehr zufrieden mit dieser Auslosung."

Radomir Antic (Trainer Serbien): "Ich bin sehr glücklich über diese Gruppe. Es sind zwar sehr starke Gegner, aber ich habe Vertrauen in meine Mannschaft. Natürlich müssen wir allen Gegnern mit Respekt begegnen. Wir werden alles tun, um eine gute Rolle zu Spielen. Der Favorit in der Gruppe ist natürlich Deutschland, aufgrund der Reputation und der Besetzung der Mannschaft."

Milovan Rajevac (Trainer Ghana): "Ich bin überhaupt nicht zufrieden, das ist eine sehr schwere Gruppe. Deutschland gehört zu den besten Mannschaften in Europa und ist sicherlich Favorit. Wir müssen schauen, ob wir in dieser Gruppe die zweite Runde erreichen."

Stefan Effenberg (Ex-Nationalspieler): "Deutschland muss in dieser Gruppe weiterkommen. Gegen Australien muss zum Auftakt ein Dreier her, Ghana und Serbien sind auch absolut machbar."

Andreas Brehme (Weltmeister von 1990): "Diese Gruppe ist für Deutschland zu schaffen. Ghana ist interessant, Australien und Serbien sind leichter. Wir müssen weiterkommen."

Ottmar Hitzfeld (Trainer Schweiz): "Deutschland ist der Favorit, Deutschland kommt weiter. Serbien wird höchstwahrscheinlich Zweiter. Ghana schätze ich unter den afrikanischen Startern nicht so stark ein. Und Australien muss man schlagen. In unserer Gruppe ist Spanien haushoher Favorit. Es ist eine machbare Gruppe mit spielstarken Mannschaften."

Otto Rehhagel (Trainer Griechenland): "Argentinien ist in unserer Gruppe Favorit. Gegen die anderen beiden Mannschaften Nigeria und Südkorea haben wir eine gute Chance. Aber es ist eine schwierige Aufgabe."

Dunga (Trainer Brasilien): "Unsere Gruppe ist sehr interessant. Gegen die Portugiesen mit ihrem Stil ist es so, als spiele Brasilien gegen Brasilien. Nordkorea ist ein großes Fragezeichen. Die Elfenbeinküste ist eine große und starke Mannschaft."

Fabio Capello (Trainer England): "Wir spielen in einer der ausgeglichensten Gruppen. Algerien hat Ägypten ausgeschaltet und ist ein gefährlicher Gegner. Ich kann mich erinnern, dass es schon häufig vermeintlich leichte Gruppen gegeben hat, die sich im Nachhinein als äußerst schwierig erwiesen haben."

Bert van Marwijk (Trainer Niederlande): "Es ist eine schwierige Gruppe, und wir sollten keinen der Gegner unterschätzen. Dänemark hat seine Qualifikationsgruppe gewonnen und Portugal, Ungarn und Schweden hinter sich gelassen. Das sagt alles. Japan haben wir in einem Testspiel zuletzt 3:0 bezwungen, aber einfach war es für uns nicht. Und Kamerun gehört für mich zu den drei stärksten afrikanischen Teams."

Marcello Lippi (Trainer Italien): "Je mehr du dich mit vermeintlich leichten Teams beschäftigt, desto schneller merkst du, wie schwer sie zu spielen sind. Wir müssen uns gut vorbereiten und diese Teams studieren."

Vicente del Bosque (Trainer Spanien): "Wir können uns nicht beschweren, aber jeder Gegner hat seine Qualitäten. Wir sollten noch nicht ans Achtelfinale denken, sondern erst weiterkommen."

Raymond Domenech (Trainer Frankreich): "Erleichtert? Man kann erst nach einem Spiel erleichtert sein. Es ist eine ausgeglichene Gruppe. Wir spielen gegen den Gastgeber, und das ist niemals eine leichte Aufgabe."

Cristiano Ronaldo (Weltfußballer aus Portugal): "Ich bin nicht gerade glücklich über das Los. Brasilien und die Elfenbeinküste sind sehr starke Gegner."

Kaka (Mittelfeldstar aus Brasilien, ehemaliger Weltfußballer): "Das ist die schwerste Gruppe, die Todesgruppe. Wir müssen sehr konzentriert nach Südafrika reisen."

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