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Die sportliche Führung des DFB beobachtet die Auslosung im Publikum in Kapstadt © getty

Die Auslosung bringt schwere, aber keine unlösbaren Aufgaben. Frankreich bleibt dem DFB-Team erspart. Joachim Löw ist erleichtert.

Aus Kapstadt berichtet Martin Volkmar

Kapstadt - Zufriedene Gesichter bei Joachim Löw, Hansi Flick und Oliver Bierhoff:

Die deutsche Nationalmannschaft hat für die WM-Vorrunde machbare Gegner zugelost bekommen. (Hier geht es zum Spielplan)

Serbien, Ghana, Australien, lauten die Vorrundengegner bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Ihre Spiele in der Gruppe D bestreitet die DFB-Auswahl am 13. Juni in Durban gegen die Australier (zum Gegnerporträt), am 18. Juni in Port Elizabeth gegen Serbien (zum Gegnerporträt) und am 23. Juni in Johannesburg im Soccer City Stadium gegen Ghana (zum Gegnerporträt).

Löw und Bierhoff erleichtert

Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich mit dem Ergebnis der Auslosung zufrieden. "Es hätte schlimmer kommen können, es ist aber eine interessante Gruppe. Wenn man ins Finale kommen will, muss man aber ohnehin jeden Gegner schlagen. Wir haben vor aber vor allen Gegnern Respekt", sagte ein erleichtert wirkender Bundestrainer.

Serbien bezeichnete er aber als "sehr spielstark".

Teammanager Oliver Bierhoff sagte: "Wir haben schon durchgeschnauft und sind froh, dass wir einige Gegner wie Frankreich oder die Elfenbeinküste nicht bekommen haben. Es hätte schlimmer kommen können. Aber wir treffen auf kampfstarke Mannschaften, da wird uns alles abverlangt werden, es hat schon einfachere Gruppen bei Weltmeisterschaften gegeben."

DFB-Präsident Theo Zwanziger war mit den Gegner ebenfalls einverstanden, warnte aber auch: "Uns ist eine so genannte Hammergruppe erspart geblieben, aber eine Garantie, dass unsere Nationalmannschaft das Achtelfinale erreicht, ist dieses Los sicher nicht.

Im Achtelfinale vielleicht gegen England

Bei der Qualifikation fürs Achtelfinale wartet ein Gegner aus der Gruppe C, in der England, die USA, Algerien und Slowenien aufeinandertreffen.

Ottmar Hitzfeld trifft mit der Schweiz in der Gruppe H auf Spanien, Chile und Honduras. Otto Rehhagel muss mit Griechenland in der Gruppe B gegen Argentinien, Nigeria und Südkorea antreten.

Die härteste ist allerdings die Gruppe G mit Brasilien, Portugal, der Elfenbeinküste und Nordkorea.(GRAFIK: Alle Gruppen in der Übersicht).

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Eröffnungsspiel Südafrika gegen Mexiko

Das Eröffnungsspiel bestreiten am 11. Juni (16 Uhr) Gastgeber Südafrika und Mexiko im Soccer City Stadium, wo auch am 11. Juli das Finale ausgetragen wird.

Geleitet wurde die mit Spannung erwartete Loszeremonie von FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke und der Co-Moderatorin und einheimischen Oscar-Gewinnerin Charlize Theron.

"Glücksfeen" waren David Beckham, der äthiopische Leichtathletik-Olympiasieger Haile Gebrselassie sowie die südafrikanischen Sportstars Makhaya Ntini (Cricket), John Smit (Rugby), Matthew Booth (Fußball) und Simphiwe Dludlu (Frauen-Fußball).

Rund 200 Millionen TV-Zuschauer

Rund 3000 Gäste im Cape Town Convention Center und bis zu 200 Millionen Menschen in 200 Ländern sahen zuvor 189 Tage vor dem Auftakt der ersten WM in Afrika eine farbenprächtige Show mit zahlreichen südafrikanischen Stars.

Eröffnet wurde die von Südafrikas bekanntester Fußball-Moderatorin Carol Manana geleitete Veranstaltung von FIFA-Präsident Joseph Blatter und Südafrikas Staatsoberhaupt Jacob Zuma, der erneut betonte: "Wir sind bereit."

Jubel für Nelson Mandela

Besonderen Jubel gab es für die Video-Botschaft von Ex-Präsident Nelson Mandela, dessen kurze Ansprache mit dem WM-Slogan endete: "Ke Nako ? es ist an der Zeit!"

Präsentiert wurden auch noch mal Maskottchen Zakumi und der neue WM-Ball "Jabulani" von adidas, der bereits am Nachmittag an der Kapstädter Waterfront offiziell vorgestellt worden war.

Der Name kommt aus der Bantusprache isiZulu und bedeutet "feiern" oder "zelebrieren".

Zwei Bombendrohungen in Kapstadt

Zuvor hatten am Mittag zwei Bombendrohungen für Alarm gesorgt, nach kurzer Zeit konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.

Im zweiten Fall hatte ein deutscher Fotograf aus Hamburg mit einer Bombe gedroht und seinen Rucksack in den Eingang des Convention Center geworfen, ehe er wie auch der andere Verantwortliche am Flughafen festgenommen wurde.

Die Loszeremonie am Abend, bei der insgesamt 1700 Sicherheitskräfte im Einsatz waren, verlief dann ohne Zwischenfälle.

Die Gruppen im Überblick:

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