Die deutschen Vorrundengegner sind alles andere als Glücklose. Beim DFB-Team setzt man auf eine ähnliche Vorbereitung wie 2006.

Selbstbewusst ist die deutsche Delegation in Kapstadt aufgetreten.

Obwohl gerade im abgelaufenen Länderspiel-Jahr viele enttäuschende Vorstellungen dabei waren, haben die Erfolge wie der EM-Finaleinzug 2008 oder die letztlich souveräne WM-Qualifikation den Glauben ans eigene Können gestärkt.

Die DFB-Auswahl weiß dadurch, dass sie im entscheidenden Moment zu Höchstleistungen fähig ist.

Deshalb konnte die Auslosung der WM-Vorrundengegner Serbien, Ghana und Australien auch niemanden schocken.

Dennoch bleibt ein wenig Unbehagen, von Glückslosen kann man auch angesichts anderer potenzieller Gegner wie Slowenien, Honduras oder Paraguay sicher nicht sprechen.

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Gegen Australien hat sich die deutsche Elf beim Confed Cup 2005 enorm schwer getan, Serbien hat Vize-Weltmeister Frankreich und auch Rumänien in der Qualifikation souverän hinter sich gelassen.

Und Ghana gilt für viele Experten nicht nur wegen Chelsea-Star Michael Essien als stärkste der hoch eingeschätzten westafrikanischen Teilnehmer und hat mit dem U-20-Weltmeisterteam ein Riesenpotenzial in der Hinterhand.

Doch bei der deutschen Mannschaft ist man fest davon überzeugt, dass der Weltmeister-Titel ein realistisches Ziel ist, wenn man vom Verletzungspech verschont bleibt und die Vorbereitung mit ähnlicher Perfektion wie vor der WM in Deutschland läuft.

Und da sind die Voraussetzungen bestens: Diesmal bleibt sogar noch mehr Zeit als damals, die guten und schlechten Erfahrungen der Turniere 2006 und 2008 werden in die Vorbereitung einbezogen und außerdem ist die Planung schon jetzt so gut wie abgeschlossen.

Ob die Bemühungen von Joachim Löw und seinem Team am Ende für den ganz großen Wurf reichen werden, kann dennoch sieben Monate vor dem Anpfiff noch nicht ernsthaft vorhergesagt werden.

Ebenso wenig wie eine Prognose über den reibungslosen Ablauf der ersten Fußball-Weltmeisterschaft in Afrika.

Doch mit der gelungenen Auslosungsfeier in Kapstadt und der lange nicht erwarteten pünktlichen Fertigstellung aller zehn WM-Stadien haben die Gastgeber schon viele positiv überrascht.

Vieles spricht im Moment dafür, dass es trotz aller sichtbaren Probleme des Landes richtig war, das Turnier nach Südafrika zu vergeben.

Dennoch wird es angesichts von Kriminalität und winterlichen Temperaturen im nächsten Sommer eine schwierige Mission für alle Beteiligten werden ? außerhalb und auf dem Platz.

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