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Bastian Schweinsteiger (l.) erzielte in bislang 72 Länderspielen 19 Tore © imago

Der Münchner möchte wie bei Bayern weg vom Flügel. Der WM-Fahrplan nimmt unterdessen immer konkretere Formen an.

Von Martin van de Flierdt

München - Bis zur WM 2010 ist es noch ein halbes Jahr, doch für Spieler und Verantwortliche wird das Turnier zunehmend konkret.

So hat sich Bastian Schweinsteiger schon einmal in Stellung gebracht und seine Ansprüche auf eine Position im zentralen Mittelfeld des DFB-Teams untermauert.

Eine Rolle wie derzeit bei Bayern München ´"würde ich auch gerne in Südafrika übernehmen", sagte er am Dienstag.(Der Spielplan)

"Es ist von Vorteil, wenn du eine Position permanent spielst. Dann sind die Automatismen noch mehr da."

Er sei zwar bereit, weiterhin auf dem Flügel zu spielen, wenn es der Nationalelf nütze. "Aber langfristig sehe ich mich mehr auf einer zentralen Position."

WM-Fahrplan immer konkreter

Unterdessen nimmt auch der WM -Fahrplan der deutschen Nationalmannschaft immer konkretere Formen an.

Wie die "Bild" am Mittwoch berichtete, steht der letzte Testspielgegner der DFB-Auswahl vor der Abreise ins Trainingsquartier in Centurion bei Johannesburg bereits fest.

Am 3. Juni tritt die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw demnach in Frankfurt gegen Bosnien-Herzegowina an.

Der Gegner wurde nicht zuletzt deswegen ausgewählt, weil er eine ähnliche Spielanlage wie der zweite deutsche Gruppengegner Serbien besitzt. (Alle Gruppen im Überblick)

PR-Termin verschoben

Auch das Vorgehen zu Beginn des neuen Jahres ist festgezurrt. Ursprünglich sollten die Nationalspieler am 11. und 12. Januar in Frankfurt zusammenkommen, um den Werbe- und Marketingverpflichtungen des DFB nachzukommen.

Auf Intervention der Bundesliga, die wenige Tage später in die Rückrunde startet, wurde dieser Termin gestrichen.

Stattdessen werden die deutschen Elitekicker im Rahmen des um einen Tag verlängerten Leistungstests (Anreise am Nachmittag des 24. Januars, Abreise drei Tage später) die Werbetermine wahrnehmen.

Dass mit Kapitän Michael Ballack, der am 27. Januar mit dem FC Chelsea gegen Birmingham City antreten muss, das stärkste Zugpferd der Nationalmannschaft bei den PR-Veranstaltungen wohl fehlt, werden die Sponsoren nicht begeistert zur Kenntnis genommen haben.

Regenerationstrainingslager in der Schwebe

Dem Vorbereitungsspiel gegen Argentinien am 3. März in München folgt ein Kurzlehrgang vom 12. bis 14. April an einem noch nicht festgelegten Ort.

Angedacht ist, wenige Tage nach dem letzten Bundesliga-Spieltag am 8. Mai zu einem Regenerationstraining mit Familien nach Sardinien oder Sizilien aufzubrechen.

Allerdings würde das wenig Sinn ergeben, wenn am im Europa-League-Finale am 12. Mai, drei Tage später im DFB-Pokal-Endspiel oder am 22. Mai bei der Entscheidung in der Champions League eine größere Anzahl Nationalspieler involviert wäre.

In Aachen gegen Malta

Ein Benefizspiel gegen Malta in Aachen ist fest vereinbart, aber noch nicht terminiert. Passen würde diese Partie als Aufgalopp vor dem intensiven Trainingslager der deutschen Auswahl, das in der Nähe des Kalterer Sees in Südtirol stattfinden wird.

Nach Informationen des "kicker" hat der DFB das alternative Quartier am Wörthersee abgesagt. Im Hotel "Seeleiten" in Kaltern hatte sich die Nationalmannschaft schon 1990 auf die WM in Italien vorbereitet.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat am Montag in Heidelberg zudem ein zusätzliches Test-Länderspiel im Mai in Budapest gegen Ungarn angekündigt. Naheliegend wäre, vom Trainingslager aus dorthin zu fliegen.

Heimaturlaub vor der Abreise

Ob vor der Bosnien-Partie ein weiteres Länderspiel stattfindet, ist noch offen. Ursprünglich war noch ein Duell gegen einen ähnlichen Gegner wie WM-Auftaktrivale Australien geplant, etwa Schottland oder Irland.

Nach dem letzten Test in Frankfurt sollen die Nationalspieler aber noch einmal zwei Tage frei bekommen, ehe sie am 6. Juni nach Südafrika aufbrechen.

Das dortige Quartier "Velmore Grande" soll der deutsche Verband den Engländern übrigens vor der Nase weggeschnappt haben, die es bereits fest gebucht hatten. 181303(DIASHOW: Die Bilder der Gruppen-Auslosung)

"Das hat mir mein englischer Kollege bei einem Meeting im Oktober bestätigt", wird DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach von der "Sport Bild" zitiert.

Verschlungene Wege des DFB

Das Magazin vermutet, der DFB hätte das Quartier nicht wie vorgeschrieben direkt über das FIFA-Unternehmen "Match" gebucht.

"Über diese Firma waren bereits die Fußballverbände aus England, Brasilien und Mexiko an uns herangetreten", gab Hotelmanager Heinz Mulder zu.

Darüber wie der Deal nun zustande gekommen ist, schwieg er sich allerdings aus.

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