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Bayern-Präsident Uli Hoeneß wurde 1974 mit Deutschland Weltmeister © imago

Der Bayern-Präsident kritisiert die WM-Vergabe des FIFA-Chefs Blatter. München dagegen will er für Olympia unterstützen.

München - Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat die Vergabe der WM nach Südafrika als "eine der größten Fehlentscheidungen" von Weltverbandschef Joseph S. Blatter kritisiert.

"Ich fahre da nicht hin. Ich war nie ein großer Freund einer WM in Südafrika oder überhaupt auf dem afrikanischen Kontinent, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind", sagte Hoeneß bei einer Ehrung im Münchner Rathaus.

FIFA-Boss Blatter habe mit dem Turnier in Südafrika "seinen Willen haben müssen. Ich habe es immer für falsch gehalten. Jetzt hat es keinen Sinn mehr zu lamentieren. Man muss versuchen, das Beste daraus zu machen", ergänzte Hoeneß.

Er sei sich sicher, fuhr der Ex-Manager fort, dass Blatter "im stillen Kämmerlein" längst begriffen habe, dass die WM-Vergabe an Südafrika ein Fehler war. 181113(Diashow: Hier wird gespielt)

Beckenbauer wehrt Kritik ab

FIFA-Exekutivmitglied Franz Beckenbauer verteidigte hingegen in der "Bild" die WM-Vergabe:

"Südafrika ist keine Fehlentscheidung. 2006 wäre es zu früh gewesen für eine WM dort. Aber mit dem Vorlauf bis 2010 haben sie die Probleme in den Griff bekommen. Hundertprozentige Sicherheit gibt s nirgendwo. Die hatten wir in Deutschland 2006 auch nicht."

Pauschalkritik an Afrika lehnt Beckenbauer ab: "Europäische Klubs bedienen sich gerne mit den besten afrikanischen Spielern. Aber eine WM in Afrika wollen sie nicht. Das passt nicht zusammen."

Kroos auf jeden Fall zurück zum FCB

Hoeneß unterstrich zudem erneut den Willen des FC Bayern, sein an Bayer Leverkusen ausgeliehenes Talent Toni Kroos zurückzuholen.

"Wir wären ja mit dem Klingelbeutel geschlagen, wenn wir ihn in Leverkusen lassen würden", meinte er.

"Es ist ein Traum für uns: Ein Spieler, der unter Jürgen Klinsmann gar keine Rolle gespielt hat, der unter ihm weggeschickt wurde, blüht plötzlich auf. Da lacht einem das Herz im Leib."

Zuvor hatte auch Karl-Heinz Rummenigge die Rückholaktion zum Sommer bekräftigt. "Kroos kommt zu hundert Prozent zu uns zurück", sagte der Vorstandsboss der "Abendzeitung".

"Wir sind sehr glücklich über seine Entwicklung in Leverkusen, aber nächstes Jahr macht er die wirklich wichtigen Vorlagen und die wirklich wichtigen Tore für uns, beim FC Bayern."

Hoeneß pro Olympia 2018 in München

Hoeneß erklärte derweil seine Bereitschaft, bei einer erfolgreichen Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 zu helfen.

"Aus Sicht des FC Bayern kann ich sagen: Wir sind daran interessiert, dass die Spiele nach München kommen. Ich glaube - das hat man bei den Sommerspielen von 1972 gesehen - der Stadt stünden Olympische Winterspiele extrem gut zu Gesicht", sagte er.

Hoeneß will nun im Gespräch mit Oberbürgermeister Christian Ude suchen, wie sich der FC Bayern für "München 2018" einbringen kann.

"Ich liebe diese Stadt"

"Ich liebe diese Stadt, sie ist meine Heimat geworden. Wenn wir das Gefühl haben, dass die Stadt unsere Stellung als FC Bayern würdigt, werden wir uns mit aller Kraft für die Bewerbung einsetzen. Wir sind immer ein verlässlicher Partner, wenn wir gebraucht werden."

Kritik an der Bewerbung gelte es, "im Keim zu ersticken".

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