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Franck Ribery bestritt bislang 42 Spiele für Frankreich und erzielte dabei sieben Tore © getty

Ribery bleibt gegen Spanien unter seinen Möglichkeiten und fällt durch eine fiese Attacke gegen seinen Gegenspieler auf.

München - Tristesse in Frankreich, Ernüchterung bei Franck Ribery.

"Vor den Toren des Nichts", titelte die französische Sportzeitung "L'Equipe" nach dem 0:2 gegen den überragenden Europameister Spanien im Stade de France und rechnete gnadenlos mit den Versagern ab: "Kein Talent, keine Lust, keine Gemeinschaft."

Zudem wird die Sorge um Franck Ribery immer größer.

Der Superstar von Bayern München musste wegen der Rückkehr von Thierry Henry notgedrungen auf den rechten Flügel ausweichen und enttäuschte wie sein Partner auf der anderen Seite.

Auch für den Aufreger des Abends sorgte Ribery. Der Mittelfeld-Star rastete gegen seinen Gegenspieler Alvaro Arbeloa aus, drückte dem Spanier die Hand ins Gesicht. Der Schiedsrichter ahndete die Aktion jedoch nicht.

Lobeshymnen auf Spanien

Spanien bestätigte seinen Ruf als Topfavorit auf den WM-Titel.

Nicht nur Henry geriet angesichts des bezaubernden Kurzpassspiels ins Schwärmen: "Sie waren nicht greifbar, wie von einem anderen Planeten."

Enttäuschung in Italien

Rund drei Monate vor dem Startschuss der WM in Südafrika macht sich bei einigen Nationen wegen unübersehbarer Formkrisen Panik breit.

Bei Weltmeister Italien und den deuschen Trainern Otto Rehhagel und Ottmar Hitzfeld war die Enttäuschung groß.

(DATENCENTER: WM 2010)

Toni hofft auf die WM

Beim 0:0 des Weltmeisters gegen Kamerun lief im Angriffsspiel nichts zusammen, weshalb die italienischen Gazetten Nationaltrainer Marcello Lippi allerlei Namen für potentielle Nachrücker vorschlugen.

Ganz oben auf der Liste steht Jungstar Mario Balotelli von Inter Mailand.

Auch der von Bayern an AS Rom ausgeliehene Luca Toni hat den Traum von der WM noch nicht aufgegeben.

"Ich habe noch Zeit, um Lippi zu beweisen, was ich kann", sagte Toni, der nach sechswöchtiger Verletzungspause am Samstag sein Comeback feiern will.

Deutsche Trainer verlieren

Auch Hitzfeld und Rehhagel müssen noch an ihren WM-Kadern feilen.

Während "Rehakles" mit Griechenland gegen Senegal eine 0:2-Niederlage einstecken musste, verlor Hitzfeld mit der Schweiz gegen Uruguay mit 1:3.

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Rehhagel.

Für Hitzfeld war die Niederlage ernüchternd und lehrreich zugleich: "Die Erkenntnisse aus dem Spiel sind sehr wertvoll für mich."

Probleme für Südafrika

Groß sind auch die Probleme beim WM-Gastgeber Südafrika.

In Durban kam "Bafana Bafana" gegen den Weltranglisten-111. Namibia nicht über ein 1:1 hinaus.

Doch der erfahrene Trainer Carlos Alberto Parreira wollte der schwachen Leistung seines Teams kaum Bedeutung beimessen: "Es besteht kein Grund zur Panik."

England atmet auf

In England dagegen war die Erleichterung nach dem 3:1 gegen Afrikameister Ägypten deutlich spürbar.

Die Sex-Affäre um John Terry, der wegen seiner Liaison mit der Ex-Freundin seines Nationalmannschaftkollegen Wayne Bridge als Kapitän abgesetzt worden war, verunsicherte das Team weniger als befürchtet.

Terry wurde zwar bei jeder Ballberührung von einem Teil der Fans ausgepfiffen, machte aber ein gutes Spiel.

"Wir haben Teamgeist und Zusammenhalt gezeigt und alle Nebengeräusche ausgeschaltet", sagte Mittelfeldspieler Frank Lampard.

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