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Marko Pantelic erzielte im Test gegen Algerien ein Tor © getty

Einzig die Serben überzeugen gegen Algerien. Australien tut sich gegen einen Fußballzwerg schwer. Ghana verliert gegen Bosnien.

München - Serbiens Nationaltrainer Radomir Antic war rundum zufrieden, hatte "viele nützliche Erkenntnisse" gesammelt und trotz schlechter Platzverhältnisse keine Verletzen zu beklagen.

Beim 3:0-Erfolg bei WM-Teilnehmer Algerien hat die serbische Auswahl eine beeindruckende Vorstellung geboten und von den deutschen Gruppengegnern bei der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) den stärksten Eindruck hinterlassen. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Australien kam gegen Fußball-Zwerg Indonesien zu einem knappen 1:0-Erfolg, die von Verletzungen geplagten "Black Stars" aus Ghana enttäuschten beim 1:2 in Bosnien.

"Ich bin zufrieden mit der Einstellung der Spieler in dieser unglaublichen Atmosphäre", sagte Antic nach dem Spiel im mit 70.000 Zuschauern ausverkauften Stadion in Algier: "Wir haben auf dem Spielfeld alles umgesetzt, was vorher vereinbart worden war".

Serbien souverän

Trotz zahlreicher Wechsel hatten die Serben, die bei der WM am 18. Juni in Port Elizabeth zweiter Gegner der Auswahl des DFB sind, Algerien jederzeit in Griff und kamen zu Toren durch den ehemaligen Berliner Bundesliga-Profi Marko Pantelic sowie die eingewechselten Zdravko Kuzmanovic vom VfB Stuttgart und Zoran Tosic vom 1. FC Köln. (GRAFIK: Die Gruppen im Überblick)

Antic gab insgesamt 22 Spielern eine Bewährungschance, am Ende der Partie stand eine komplett veränderte serbische Elf auf dem Platz.

Wertvoller Test

"Das war kein Freundschaftsspiel, sondern 90 Minuten, in denen wir einen Schritt vorwärts machen wollten, was die Qualität unseres Spiels angeht. Das ist uns gelungen", resümierte Antic, der neben Kuzmanovic und Tosic auch Neven Subotic (Borussia Dortmund), Antonio Rukavina (1860 München) und Gojko Kacar (Hertha BSC Berlin) einsetzte.

Den Test in der "fantastischen Atmosphäre" von Algier stufte er als wertvoll ein: "Sicherlich erhalten wir aus diesem Sieg viele nützliche Erkenntnisse. Außerdem haben wir mit dem Ergebnis unser Ansehen in der Welt gefestigt."

Australien nicht überzeugend

Erfolgreich, aber nicht überzeugend, traten die Australier beim knappen 1:0 in Brisbane gegen Indonesien auf.

Nach dem Sieg, mit dem die "Socceroos" die Qualifikation für die Asienmeisterschaft perfekt machten, war nicht Torschütze Mark Milligan das Gesprächsthema, sondern der erst 18 Jahre alte Neuling Tommy Oar.

"Ich wünschte, ich könnte den Druck und die aufkommenden Erwartungen von ihm fernhalten, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass er ein fantastisches Spiel gezeigt hat", sagte Trainer Pim Verbeek.

Tommy Oar einziger Lichtblick

Zu Oars' WM-Chancen wollte sich der Niederländer nicht äußern: "Er ist erst 18 Jahre alt, gebt dem Jungen die Chance sich zu entwickeln. Er hatte ein tolles Jahr, aber es wird schwer dieses Level zu halten."

Außer Oar sah Verbeek im Spiel gegen die Indonesier wenige Lichtblicke: "Ich kann nur mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wir hätten einfach mehr Tore erzielen müssen. Andererseits ist es schwer gegen ein Team, das in der eigenen Hälfte mit neun Mann verteidigt."

Ghana noch mit viel Arbeit

Auch Ghana hat vor der WM noch reichlich Arbeit vor sich.

Beim 1:2 in Bosnien Herzegowina hatten die "Black Stars" nur beim Führungstreffer durch Sulley Muntari Grund zum Jubeln.

In der Folge drehten die nicht für die WM qualifizierten Bosnier die Partie durch Treffer des Hoffenheimers Vedad Ibisevic und Miralem Pjanic.

Viele Verletzte

In Sarajevo musste Ghanas serbischer Trainer Milovan Rajevac neben Superstar Michael Essien allerdings verletzungsbedingt auf zahlreiche weitere Akteure verzichten.

In Prince Tagoe (1899 Hoffenheim) wurde lediglich ein Bundesliga-Legionär eingesetzt.

Tagoes Teamkollege Isaac Vorsah fehlte wegen eines Innenbandrisses, Hans Sarpei von Bayer Leverkusen stand wegen einer Erkrankung nicht zur Verfügung.

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