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Ottmar Hitzfeld ist mit der Schweiz in der WM-Qualifikation noch sieglos © getty

Nach der "Jahrhundertpleite" gegen Luxemburg steht die Schweiz im Qualifikationsspiel gegen Lettland schon mächtig unter Druck.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Das Stadion ist bereits Tage vorher restlos ausverkauft, die Spannung vor der Partie ist greifbar. Der Trainer spricht schon vor dem Spiel davon, dass er - was auch kommen mag - nicht zurücktreten werde.

Wer solche äußeren Umstände mit einem wichtigen Aufeinandertreffen zweier Top-Teams in einem großen Finale assoziiert, sieht sich aber getäuscht.

Die Begegnung, um die sich die ganze Aufregung dreht, ist das Aufeinandertreffen der Schweizer und der Letten in St. Gallen (Sa., ab 17.30 Uhr LIVE ). Auf den ersten Blick doch eher unspektakulär.

Wäre da nicht die Vorgeschichte auf Seiten der Schweizer: Die verloren nämlich ihr letztes Qualifikationsspiel sensationell mit 1:2 gegen die Amateurkicker aus Luxemburg und stehen so schon am 3. Spieltag mächtig unter Druck.

Angst vor der erneuten Blamage

Die Euphorie, die nach der Verpflichtung von Ottmar Hitzfeld vorherrschte, ist bereits gänzlich verflogen.

Jetzt geht vor dem Aufeinandertreffen mit der Eishockeynation Lettland vielmehr die Angst vor einer erneuten Blamage um. Einen erneuten Ausrutscher dürfen sich die Eidgenossen nach nur einem Punkt aus zwei Spielen nicht leisten, zumal danach mit Griechenland ein anderes Kaliber auf die "Nati" wartet.

Keine großen Umbaumaßnahmen

Dennoch gibt Hitzfeld wohl einem Großteil der Mannschaft, die gegen Luxemburg so kläglich versagte, die Chance zur Wiedergutmachung.

"Ich werde vielen Spielern das Vertrauen wieder schenken und hoffe, dass es mir diesmal mit Leistung zurückgezahlt wird", so Hitzfeld. Unmittelbar nach der Pleite dachte er noch laut über personelle Konsequenzen nach.

Mit Einsatz zum Erfolg

Hitzfeld schätzt den 2,5-Millionen-Einwohner-Staat "viel stärker als Luxemburg" ein und fordert von seinem Team Grundtugenden des Fußballs ein: "Gegen die Letten müssen wir von der ersten Minute um jeden Meter Boden fighten".

Als Vorteil sieht er, "dass Lettland mitspielen wird. Das öffnet uns Räume".

Schweizer Bundesligaprofis

Räume, die auch Dortmunds Stürmerstar Alex Frei nutzen soll.

Er ist neben Schlussmann Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart) und Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) einer von vier Bundesliga-Legionären, die in der Startformation der "Nati" erwartet werden.

Neben dem Hannoveraner Mario Eggimann steht zudem auch der Berliner Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger im Kader, der bislang noch keinen Einsatz im Nationaldress vorweisen kann.

Verletzt absagen musste hingegen sein Teamkollege Steve van Bergen.

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