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Eriksson holte mit Lazio Rom 2000 den "Scudetto", die Meisterschaft der Serie A © getty

Der Schwede will bei der WM mit der Elfenbeinküste an erfolgreiche Zeiten anknüpfen. Die Erwartungen sind hoch.

München - Nachdem Sven-Göran Eriksson im Rennen um den begehrten Trainerstuhl der Elfenbeinküste Bernd Schuster ausgestochen hatte, sehnt der Weltenbummler die Rückkehr auf die große Fußball-Bühne herbei.

"Ich spüre, dass ich wieder da bin, wo ich hingehöre. Ich freue mich auf die Endrunde", sagte der Schwede, der die "Elefanten" bei der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) als Nationalcoach betreuen wird.

Kein Platz für Schuster

Bis zuletzt hatte sich auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Schuster Hoffnungen auf den Posten machen dürfen, doch am Ende entschied wohl die größere Erfahrung für den ehemaligen Nationaltrainer Englands.

"Wir haben von verschiedenen Kandidaten gründliche Profile erstellen lassen", ließ der Fußball-Verband der Elfenbeinküste verlauten.

"Imponierende Vita"

"Eriksson hat eine imponierende Vita." In der Tat kann der 62-Jährige, der als einer der erfolgreichsten Trainer der Welt bislang insgesamt 21 Titel gewann, auf eine bewegte Laufbahn schauen.

Allerdings deutete sich zuletzt ein Abwärtstrend an. Er betreute den ambitionierten englischen Viertligisten Notts County, trat dort aber Anfang Februar nach mehreren Besitzerwechseln zurück.

Bis April 2009 war Eriksson Mexikos Nationaltrainer gewesen, bevor er nach zehnmonatiger Amtszeit entlassen wurde.

Zum Erfolg verdammt

Doch der gute Ruf, den sich Eriksson beim italienischen Erstligisten Lazio Rom (1997 bis 2001) und auch als Teammanager der "Three Lions" (2001 bis 2006) aufgebaut hatte, scheint zumindest in Afrika noch nachzuhallen.

"Er ist der perfekte Trainer für uns", sagte Defensivspieler Yaya Toure von Champions-League-Sieger FC Barcelona und schwärmte: "Ich glaube, er wird uns sehr weiterhelfen, denn er hat viele Erfolge vorzuweisen."

Hammerharte Gruppe

Bei der WM ist Eriksson zum Erfolg verdammt, denn der Nachfolger des entlassenen Vahid Halilhodzic ist nur Trainer auf Probe. "Seine Mission ist, das Team bei der WM zu führen und sicherzustellen, dass es ehrenhaft abschneidet", hieß es in der Stellungnahme des Verbandes.

Ein Viertelfinal-Aus wie bei der WM in Deutschland mit England dürfte Eriksson wahrscheinlich nicht für eine Weiterbeschäftigung genügen.

In Rekordweltmeister Brasilien und Portugal warten bereits in der Vorrunde starke Gegner auf die Ivorer, ein Sieg gegen Außenseiter Nordkorea scheint Voraussetzung für eine Achtelfinal-Teilnahme.

Nicht der einzige Schwede bei der WM

Eriksson soll etwa eine halbe Million Euro für sein Engagement kassieren. Obwohl sich die Tre-Kronor-Elf nicht qualifiziert hat, wird er nicht der einzige schwedische Trainer bei der WM-Endrunde sein.

Nigeria hatte Erikssons Landsmann Lars Lagerbäck für die erste WM auf dem schwarzen Kontinent engagiert.

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