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Ottmar Hitzfeld ist seit 2008 Trainer der Schweizer Nationalmannschaft © imago

Der Schweizer Coach glaubt an ein erfolgreiches Abschneiden der Löw-Truppe in Südafrika. Dort schockt eine Haiattacke die Fans.

München - Ottmar Hitzfeld glaubt an einen erfolgreichen Verlauf der Weltmeisterschaft.

Die Vergabe an Afrika sei zwar "eine mutige Entscheidung", das Selbstwertgefühl der Menschen am Kap werde jedoch "enorm gesteigert", schließlich blicke die ganze Welt auf das Land.

Das Thema Sicherheit werde im Vordergrund stehen. Man solle darauf achten, dass "die Leute nicht zu viel Alkohol trinken, weil sie sich sonst verselbstständigen könnten", sagte der ehemalige Trainer des FC Bayern.

Als Coach der Schweizer Nationalmannschaft strebt Hitzfeld den Einzug in die K.o.-Runde an. Die Gruppe mit Spanien, Chile und Honduras sei allerdings schwer genug.

Hitzfeld glaubt an DFB-Team

Deutschland traut Hitzfeld den Sprung ins Halbfinale bzw. ins Finale zu.

Für Bundestrainer Jogi Löw sei der Druck durch die geplatzte Vertragsverlängerung gewachsen, dennoch werde dieses Thema die deutsche Mannschaft nicht entscheidend beschäftigen.

Hitzfeld will in Zukunft nie mehr als Klubtrainer arbeiten.

"Diesen Alltagsstress möchte ich nicht mehr haben. Ich habe mich an den Rhythmus als Nationaltrainer gewöhnt, in dem man ruhigere Nächte hat, besser schlafen kann und eindeutig mehr Zeit und Lebensqualität hat", sagte der 61-Jährige.

SPORT1 fasst weitere Nachrichten im Vorfeld der WM 2010 zusammen:

Hai-Attacke vor Südafrika

Fans sollten aufpassen, wenn sie im Indischen Ozean baden wollen: Mit Bisswunden und durchtrennten Sehnen in beiden Füßen hat ein 35 Jahre alter Surfer vor der Küste von Port Alfred, rund 150 km vom WM-Spielort Port Elizabeth entfernt, eine Haifischattacke überlebt.

Brendan Denton befand sich etwa 100 m vom Strand entfernt und surfte auf den Wellen des Indischen Ozeans, als ein Hai ihn an den Füßen packte und unter Wasser zog.

Geistesgegenwärtig löste der Südafrikaner die Leine, die seinen Fuß mit dem Surfbrett verbunden hatte. Der Hai ließ von seinem Opfer ab, um mit dem Surfbrett im Maul aufs offene Meer hinauszuschwimmen.

Freunde zogen den verletzten Mann aus dem Wasser und brachten ihn ins Krankenhaus, wo die Ärzte ihn sofort operierten.

Schäfer wohl nicht bei WM dabei

Der frühere Bundesliga-Trainer Winfried Schäfer macht sich kaum noch Hoffnungen auf ein kurzfristiges Engagement bei einem afrikanischen Teilnehmer.

"Ich glaube nicht, dass ich noch ein Team übernehme. Alle Mannschaften haben ihre Trainer. Und ich hoffe, die bauen bis zur WM keinen Auto-Unfall", sagte Schäfer.

Der 60-Jährige, der mit Kamerun an der WM 2002 teilnahm und im gleichen Jahr mit seinem Team den Afrika-Cup gewonnen hat, war zuletzt als Trainer Nigerias im Gespräch gewesen.

Pfister vor erneutem Engagement in Afrika

Der deutsche Trainer Otto Pfister will nach der WM wieder eine afrikanische Nationalmannschaft betreuen.

"Nach der WM werde ich wieder eine Mannschaft übernehmen. Welche, kann ich noch nicht verraten", sagte Pfister.

Große Hoffnungen auf ein kurzfristiges Engagement bei einem WM-Teilnehmer hat der 72-Jährige, der in seiner Trainerlaufbahn unter anderem die Elfenbeinküste, den Senegal sowie Kamerun trainierte und 2006 mit Togo bei der WM in Deutschland dabei war, aber nicht:

"Bei der WM werde ich keine Mannschaft übernehmen. Alle Trainerposten sind besetzt - aber man weiß ja nie."

Tickets an der Supermarktkasse

WM-Tickets an der Supermarktkasse: Um die restlichen rund 500.000 Eintrittskarten für die Weltmeisterschaft abzusetzen, werden diese im Gastgeberland über den Ladentisch verkauft.

Kritiker sagen, die Karten würden verramscht, um die Stadien zu füllen. Die WM-Organisatoren sprechen dagegen von einem Prozedere, das von langer Hand so geplant worden sei.

"Mit dem Verkauf über den Ladentisch kommen wir nun einem wichtigen Bedürfnis der Fans nach", sagte WM-OK-Chef Danny Jordaan: "Wir freuen uns über diese neuen Maßnahmen, die das Verfahren für jedermann noch einfacher machen. Alle sollen die Möglichkeit haben, bei dieser WM dabei zu sein."

Die fünfte und letzte Verkaufsphase sieht vor, dass in Einkaufszentren der neun WM-Städte und auch in Supermarktketten Tickets angeboten werden. Außer für das Finale am 11. Juli im Soccer-City-Stadion von Johannesburg sind noch Karten für alle WM-Spiele erhältlich.

WM-Berater Schmidt: Südafrika ist bereit

Horst R. Schmidt, Berater der WM-Organisatoren, ist davon überzeugt, dass das Land am Kap der guten Hoffnung bereit für die erste WM auf dem Schwarzen Kontinent ist.

Im Bereich Sicherheit und Infrastruktur haben die WM-Gastgeber nach Ansicht des Aschaffenburgers, der zwischen Südafrika, dem Sitz des Weltverbandes FIFA in Zürich und Deutschland pendelt, ihre Hausaufgaben gemacht.

"Der Staat und die Polizei arbeiten mit großer Sorgfalt am Thema Sicherheit. Die Polizei war im Aufbau nach dem Ende der Apartheid. Das hat seine Zeit gebraucht. Mittlerweile macht alles einen soliden Eindruck", äußerte Schmidt bei einer Podiumsdiskussion in Mainz.

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